Richtige Körperpflege

richtige_koerperpflegeEine Wohltat für Leib und Seele

Zum Glück sind die Zeiten strenger Körperdüfte schon seit mehr als 100 Jahren vorbei. Heutzutage laufen wir eher Gefahr, uns zu viel als zu wenig zu waschen. Ein gesundes Maß an Körperpflege ist daher zu empfehlen.

Sauberkeit von A-Z

Den eigenen Körper regelmäßig zu waschen ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Aber wussten Sie, dass man Handtücher mehrmals in der Woche wechselt, und warum man Schuhe nicht zwei Tage hintereinander tragen sollte?

Generell gilt: Duschen ist besser als Baden. Lange ausgedehnte Vollbäder mögen ab und zu entspannend sein, zur täglichen Körperhygiene sind sie aber weniger geeignet. Kurzes morgendliches Duschen bringt den Kreislauf in Schwung. In Kombination mit einem milden Duschgel, bei empfindlicher Haut auch seifenfrei, ist es der perfekte Start in den Tag. Bei normaler Tätigkeit reicht einmal Duschen am Tag völlig aus. Wer jedoch einen körperlich anstrengenden oder schmutzig machenden Job hat, kann durchaus auch ein zweites Mal unter die Brause hüpfen. Ebenso kann es an besonders heißen Tagen eine Wohltat sein, das morgendliche Ritual zu wiederholen. In diesem Fall aber ist es doppelt wichtig, nicht auf die Pflegelotion danach zu vergessen. Deos sollten ebenfalls mild sein und nur auf gereinigte und trockene Haut aufgetragen werden.

Mund und Ohren

Eine gute Mundhygiene gehört selbstverständlich zur täglichen Körperpflege dazu. Zweimal täglich Zähneputzen, monatlicher Wechsel der Zahnbürste und zweimal jährlich ein Besuch beim Zahnarzt sind die alten, aber noch immer gültigen Regeln der Mundhygiene.

Ohren sollten nicht mit Wattestäbchen gereinigt werden, da die Verletzungsgefahr groß ist. Ohrenschmalz gegebenenfalls vorsichtig aus dem äußeren Gehörgang mit einem weichen Kleenextuch entfernen.

Füße nicht vergessen!

Besonders wichtig ist das Trocknen der Füße, und dort wiederum speziell zwischen den Zehen. Fußpilz liebt es warm und feucht, also Vorsicht! Gern wird auch darauf vergessen, dass Handtücher zwei- bis dreimal in der Woche gewechselt gehören. Nach jedem Gebrauch sollen sie zumindest so aufgehängt werden, dass sie gut trocken können, denn sonst bilden sich Bakterienkolonien und unangenehme Gerüche. Waschlappen sollten schon nach einmaligem Gebrauch in die Waschmaschine, wo sie mit der 60 Grad Wäsche gereinigt werden. Es gibt inzwischen auch sehr gute Einmalwaschlappen, die hygienischer sind.

Fußschweiß stinkt vor allem dann, wenn er nicht durch den Schuh entweichen kann. Dann bilden sich Bakterien, die unangenehm riechende Buttersäure produzieren. Deshalb sollte man unbedingt luftdurchlässiges Schuhwerk oder Lederschuhe tragen. Außerdem sollte dasselbe Paar Schuhe nicht zwei Tage hintereinander getragen werden. Wer trotzdem Probleme hat, kann Fußdeodorants, Cremes oder Puder benutzen, die es in Drogeriemärkten oder Apotheken zu kaufen gibt.

Spezielle Pflege im Sommer

Der Sommer ist da und mit ihm das Bedürfnis nach einer vermehrten, leichteren und vielleicht auch häufigeren Pflege. Man hält sich öfter im Freien auf, die Haut ist Sonne, Wind und Wasser ausgesetzt, besonders im Urlaub am Meer. Was belebend und gesund für Körper und Seele ist, kann mitunter gravierenden Folgen für unsere Haut haben, die dann spätestens im Herbst sichtbar werden. Das Um und Auf einer gelungenen Hautpflege für den Sommer ist ohne Zweifel ein ausreichender Sonnenschutz. Moderne Produkte enthalten gute Filter und oft genug pflegende Substanzen, die einer frühzeitigen Hautalterung entgegenwirken. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Kindern und Babys, die sich am besten überhaupt nicht in der direkten Sonne aufhalten sollten. Nachdem man aber auch im Schatten mehr als genügend UV- Strahlen abbekommt, sollten sie auf jeden Fall mit einem sehr hohem Lichtschutzfaktor und entsprechender Bekleidung geschützt werden. Die Mittagssonne zwischen zwölf und drei Uhr nachmittags sollte generell nicht zum Sonnenbaden genutzt werden, vor allem nicht in südlichen Ländern (die südliche Bevölkerung weiß das und hält um diese Zeit Siesta – sehr klug und zum Nachahmen zu empfehlen!). So gerne wir die Sonne mögen und so wichtig sie für Gesundheit und Wohlbefinden ist – sie ist leider auch der Hauptgrund für eine frühe Faltenbildung und Austrocknung der Haut. Letzterer muss schon während der Sommermonate – und auch sonst – mit der richtigen Pflege konsequent entgegengewirkt werden.

Häufigeres Duschen sollte nur mit äußerst milden Produkten durchgeführt werden. Danach immer den Körper mit einer Feuchtigkeitspflegelotion eincremen, bei Bedarf kann es auch das passende After Sun Produkt sein. Generell ist Feuchtigkeit im Sommer wichtiger als Fett, wenngleich ein gewisser Fettanteil natürlich in der Körpercreme enthalten sein sollte. Aber es ist vor allem die Feuchtigkeit, an der speziell im Sommer ein ständiger Mangel herrscht.

Die richtige Intimpflege

Meer- und Chlorwasser trocknen nicht nur allgemein die Haut aus, sondern stören auch die empfindliche Flora des Intimbereichs. Die richtige Pflege im Intimbereich ist oft ein heikles und  auch tabuisiertes Thema. Ärztinnen und Ärzte beklagen häufig, dass vor allem junge Frauen zu wenig Ahnung davon haben. Dabei kann eine gestörte Vaginalflora zu ernsten Erkrankungen führen.

Die Mehrzahl der Frauen leidet von Zeit zu Zeit an Brennen, Jucken, Ausfluss, üblem Geruch oder Trockenheit in ihrer intimsten Körperregion. Es sind die Anzeichen eines Ungleichgewichts der Scheidenflora, die unbehandelt oft schwere Entzündungen nach sich ziehen. Wenn die Krankheitserreger in Gebärmutter, Eileiter oder Eierstöcke wandern, kann es zu Komplikationen kommen, die im schlimmsten Fall zu Unfruchtbarkeit führen, von verminderter Lust auf Sex ganz zu schweigen. Manche Infektionen lösen in der Schwangerschaft auch Fehl- oder Frühgeburten aus.

Viele Frauen denken, ihre Erkrankungen kämen von mangelnder Hygiene im Intimbereich. 
Tatsächlich trifft meist das genaue Gegenteil zu. Der wohl häufigste Fehler in der Intimhygiene ist das zu intensive Reinigen der Genitalzone. Durch die Vagina, die Gebärmutter und die Eileiter besteht eine offene Verbindung zwischen Umwelt und Bauchhöhle. Ebenso ist die im Vergleich zum Mann um vieles kürzere Harnröhre der Frau eine Eintrittszone für Bakterien aller Art. Deshalb sind Frauen besonderen Gefahren ausgesetzt, es bedarf bei ihnen einer prinzipiell anderen Intimpflege als bei Männern. Der Körper sollte auch in dieser Region mit milden Pflegeprodukten gereinigt werden, die auf den Säureschutzmantel der Haut abgestimmt sind. Die unsichtbare, hauchdünne Hülle aus Drüsenabsonderungen und natürlich vorkommenden Bakterien schützen vor Krankheitserregern. Die Haut weist einen pH-Wert von 5,5 auf. Zu häufiges, intensives Waschen vor allem mit heißem Wasser und alkalischer Seife setzt dem schwach sauren Schutzfilm stark zu. Für den äußeren Intimbereich der Frau gelten daher dieselben Regeln wie für den übrigen Körper: Waschen mit mäßig warmem Wasser und einer möglichst geringen Menge eines pH-neutralen Reinigungsmittels für die Körperhaut. Zwischen den Schamlippen allerdings beginnt jene Zone, die eine spezielle Behandlung verlangt, denn der pH-Normalwert in der Vagina ist mit 4,4 noch einmal deutlich niedriger.

  • Tragen Sie Unterwäsche mit einem hohen Anteil an Naturfasern und wechseln Sie Ihre Slips täglich.
  • Waschen Sie nur die äußere Genitalregion mit lauwarmem Wasser und pH-hautneutralen Pflegeprodukten.
  • Die Scheide reinigt sich selbst. Führen Sie daher Vaginalspülungen nur auf ärztlichen Rat hin durch.
  • Verzichten Sie auf Intimdeodorants, parfümierte Feuchttücher und Slipeinlagen mit Plastikfolie.
  • Wischen Sie mit Toilettenpapier immer von der Scheide weg in Richtung After.
  • Gehen Sie regelmäßig zum Gynäkologen!

Wundermittel Molke

Es gibt tatsächlich einen Pflegezusatz, der alle oben genannten Bedürfnisse von Haut und Schleimhaut optimal in sich vereint: Die Rede ist vom Naturprodukt Molke. Molke entsteht als Nebenprodukt bei der Milchgewinnung und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Immunglobuline und Proteine. Durch besondere Herstellungsverfahren bleiben diese wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten. Molkebäder sind für alle Hauttypen geeignet, besonders aber für solche mit empfindlicher Haut. Sogar Babys können in Molkebädern gebadet werden. Ein niedriger pH-Wert garantiert den Erhalt des natürlichen Säureschutzmantels der Haut. Ebenso wird die empfindliche Mikroflora der Scheide erhalten. Daher empfehlen sogar Dermatologen und auch Gynäkologen gern Molkebäder zur täglichen Körper- und Intimpflege.

Folgende Regeln für die Körper- und Intimhygiene lassen sich also zusammenfassen:

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