Haargesundheit

haargesundheitGesund färben und pflegen

 Ob kurz oder lang, blond oder braun, glatt oder lockig. – Unser Haar ist ein sichtbares Zeichen unseres Erscheinungsbildes und zugleich individueller Ausdruck unserer Persönlichkeit. Daher ist es wichtig, dem Haar die richtige Pflege zu gönnen.

Glanzloses und sprödes Haar

Glanzlos und spröde – Dies sind Zeichen für sehr strapaziertes Haar. Gönnen Sie Ihren Haaren ab und zu eine Spülung. Die Aufgabe der Haarkuren ist es, die geöffnete Schuppenschicht des Haares wieder zu schließen und alle Unebenheiten zu glätten. Die Haare werden wieder leichter kämmbar. Bei gesundem Haar sind die Schuppen geschlossen, dies führt zu einer glatten Oberfläche und zu sichtbar schönem Glanz.

Im Handel erhältliche Haarpackungen und Kuren legen einen Schutzfilm um das Haar. Schon eine Packung glättet die aufgeraute Hornschicht, und das Haar glänzt wieder. Der Schutzfilm bleibt aber nur bis zur nächsten Wäsche aufrecht. Bei besonders feinem Haar kann es passieren, dass die Frisur an Halt verliert, da das Haar durch die Packung sehr schwer wird. Achten Sie beim Kauf von Haarpflegeprodukten immer auf die Qualiät und bevorzugen Sie Naturprodukte.

Gesunde Haare bekommt man aber nicht nur durch Haarkuren, Spülungen oder das richtige Shampoo – auch die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle.

Gesunde Haare durch gesunde Ernährung

Kräftiges, gesundes Haar wächst nur auf einer gesunden Kopfhaut. Haarprobleme haben sehr oft ihre Ursachen in einem Mangel an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Eine umfassende, ausgewogene Ernährung ist der beste Grundstock für eine schöne und glänzende Haarpracht. Auch Haarwurzeln lassen sich dadurch kräftigen und beleben.

Die wichtigsten Lieferanten für vitales Haar sind Obst, Fisch (vor allem Lachs), Geflügel, Gemüse (besonders grünes Blattgemüse), Nüsse, Milch-, Soja- und Vollkornprodukte.

Lachs, Leinsamen und Walnüsse enthalten eine große Menge an Fettsäuren und Vitamin B. Diese wirken einer Austrocknung des Haarbodens und glanzlosem Haar entgegen.

Wenn Sie am Morgen (über einen längeren Zeitraum) beim Frisieren eine Handvoll Haare aus der Bürste oder Ihrem Kamm holen, dann könnte dies ein Zeichen von Haarausfall sein. – Ihre Haarwurzeln leiden an Unterversorgung des Mineralstoffs Zink. In diesem Fall sind Nüsse empfehlenswert, da sie eine wertvolle Nahrungsergänzung darstellen. Zur Abwechslung sollten Sie statt zu Weißbrot zu Vollkornbrot greifen, da es ebenfalls sehr reich an Zink ist.

Damit das Haar kräftig aus der Wurzel herauswachsen kann, benötigt es Selen. Selen ist ebenfalls im Vollkornbrot enthalten, wie auch in Sojabohnen, Paranüssen, Kohlrabi oder in Pilzen.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung wird Ihnen Ihr Körper mit vitalem und strahlendem Aussehen danken. 

Übersäuerung des Körpers

Unser Körper benötigt Säuren wie auch Basen. Der Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers gerät in ein Ungleichgewicht, wenn zu viel Säure bildende Nahrungsmittel zugeführt werden. Dazu gehören Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Süßigkeiten, Weißmehl, Kaffee, Nikotin und nicht zuletzt Alkohol. Auch negative Gefühle wie Stress, Ärger oder Enttäuschungen und vermehrtes Einnehmen von Medikamenten verstärken das Problem zusätzlich. Wenn der Säure-Basen-Haushalt im Ungleichgewicht ist, kann es zu Haarausfall, Juckreiz, trockener und entzündeter Kopfhaut, fettigen Haaren und zu Schuppenbildung kommen.

Mineralstoffe helfen, entstandene Säuren im Körper zu neutralisieren. Basische Gele und Salze (aus der Drogerie oder Reformhaus), die auf die Kopfhaut aufgetragen werden, können die Säuren neutralisieren und so von außen helfen, den geschädigten Haarboden zu regenerieren. Daher ist es auch hier wichtig, sich gesund und vor allem ausgewogen zu ernähren.

Haare färben oder tönen

Wer seine natürliche Haarfarbe verändern möchte, muss sich zuerst die Frage stellen, ob der neue Look dauerhaft, oder wieder auswaschbar sein soll.

Der Nachteil bei chemischen Haarfarben liegt darin, dass der Farbstoff tief in das Haar eindringt und somit die Haarstruktur verändert. Positiv daran ist allerdings, dass eine 100%ige Grauabdeckung und ein intensives Farbergebnis möglich ist. Viele der Farben enthalten jedoch auch schädliche Inhaltsstoffe, auf die besonders Allergiker rasch mit Unverträglichkeit reagieren können.

Tönungen sind ein Gemisch aus Farbstoffen, die tief in das Haar eindringen und sich festheften. Die natürlichen Farbpigmente werden bei einer Tönung – im Gegensatz zu einer chemischen Färbung – nicht verändert. Daher „wäscht“ sich die Tönung nach oftmaligem Waschen wieder heraus. Und die natürliche Haarfarbe kommt wieder zum Vorschein.

Alternative Naturfärbemittel wie z.B. Henna verwendeten schon die Ägypterinnen vor 5000 Jahren. In der Zwischenzeit hat sich die Auswahl an Naturfärbemitteln beträchtlich erweitert.

Die Farben aus Naturpflanzen und auch Tönungen strapazieren das Haar nicht. Daher sind diese Mittel äußerst schonend zum Haar und wirken mitunter sogar pflegend. Die Haltbarkeit der Farbe ist jedoch nicht so lange gegeben, wie beim herkömmlichen Färben.

Allgemeine Haarpflege-Tipps

  • Die Haare sind großen Belastungen ausgesetzt. Sonne, Hitze, Kälte, Färben, Stress und eventuell hormonellen Schwankungen. Das Föhnen der Haare sollte nur imAbstand von mindestens 15cm und mit niedriger Temperatur durchgeführt werden.
  • Tägliche Haarwäsche ist nicht zu empfehlen. Ein Abstand von 3 Tagen ist besser.
  • Nehmen Sie möglichst ein mildes Shampoo um die Kopfhaut nicht zu irritieren. Am besten sollten Sie ein ph-neutrales Shampoo verwenden.
  • Shampoonieren Sie Ihr Haar nur einmal – anschließend sollte es gründlich ausgespült werden. Rückstände des Waschmittels können zu vermehrter Talgproduktion anregen und zu Schuppenbildung führen. Hinweis: Fünfmal so lange spülen, wie waschen.
  • Riesige Schaumberge von Shampoo verbessern nicht die Reinigungsleistung. Nehmen Sie eine vernünftige Menge!
  • Die Wassertemperatur beachten – nicht mit zu heißem Wasser waschen.
  • Bei schnell nachfettendem Haar sollte darauf geachtet werden, die Kopfhaut nicht zu stark zu massieren, da dies die Talgproduktion unnötig anregt.
  • Bei Haarspülungen, die Glanz verleihen und die Kämmbarkeit verbessern, reicht meist eine Einwirkzeit von nur einer Minute. Der Glaube, eine längere Einwirkzeit rufe einen besseren Pflegeeffekt hervor, ist ein Irrtum, da die Pflegestoffe nicht in das Haar eindringen, sondern es lediglich umschließen.
  • Fest und streng zusammengebundenes Haar kann leichter brüchig werden.
  • Ihren Haarwuchs können Sie mit einer regelmäßigen Kopfmassage anregen. Sie fördert die Durchblutung und die Talgdrüsenproduktion, die für den Nachwuchs sorgen.
  • Wenn Ihre Haarspitzen kaputt sind, können Sie folgendes tun: 1 Dotter und 30 ml Mandelöl Tropfen für Tropfen verrühren. Reiben Sie das Gemisch in die Haarspitzen ein, lassen Sie es eine Stunde lang einwirken, und waschen Sie es anschließend gründlich aus.
  • Ein regelmäßiger Besuch bei Ihrem Frisör ist in jeder Hinsicht Wellness für Ihre Haare.

Ob kurz oder lang, blond oder braun, glatt oder lockig. – Ihr Haar wird einfach perfekt sein!

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