Gesundes straffes Bindegewebe

Ernährung, Bewegung, Massage

Gesundes straffes Bindegewebe

Das Bindegewebe – die Interzellularsubstanz, die sämtliche Zellen unseres Körpers verbindet – ist als Regulationssystem und Austauschzone für die intakte Nährstoffversorgung und Schadstoffentsorgung bis in die kleinste Zelle zuständig. Das Bindegewebe dient ebenso als Flüssigkeits- und Energiespeicher, Stütze, Stoßdämpfer und Kälteschutz. Auch Regeneration, Wundheilung und Immunsystem sind vom funktionierenden Bindegewebe abhängig.

Verstärkte Faltenbildung, Dehnungsstreifen und Cellulite (Orangenhaut) assoziieren die meisten Menschen mit einer Bindegewebsstörung. Weniger bekannt ist, dass sowohl Leistenbrüche, Bandscheibenprobleme, Gelenksbeschwerden als auch Rückenschmerzen ebenfalls mit Bindegewebsschwäche in Verbindung stehen können.

Bindegewebe – Aufbau und Funktion

Unser Körper besteht aus Billionen von Zellen und den verschiedenen zellverbindenden Bindegewebsstrukturen. Alles ist in Bindegewebe eingebettet. Dieses Bindegewebe fungiert als Austauschzone und Regulationssystem. Es ist lebenswichtig als Schutz, Stütze, Flüssigkeitsspeicher, für Ernährung, Immunabwehr, Regeneration und Wundheilung. Als Unterhautfettgewebe dient es auch der Stoßdämpfung, dem Kälteschutz und der Energiespeicherung. Abhängig von Aufbau und Aufgabe unterscheiden wir straffes (Sehnen, Bänder…), lockeres Bindegewebe (umhüllt Blutgefäße, Nerven etc.), retikuläres (Lymphknoten, Knochenmark…) und fettreiches Bindegewebe. Auch Knorpel und Knochen gehören als Stützgewebe dazu.

Bindegewebsbeurteilung

Gesundes Bindegewebe ist elastisch, straff und fest im Gegensatz zum brüchig, starr, geschrumpft, schlaff und/oder verhärtet veränderten Bindegewebe.

Die Beurteilung des Bindegewebes erfolgt durch Sichtbefund, Tastbefund und über die Kiblerfalten-Palpation, eine Untersuchung der Gewebebeweglichkeit durch Anheben und Verschieben der Haut. Mittels der so festgestellten Bindegewebsbeschaffenheit werden Rückschlüsse auf Bindegewebsstörungen und eventuelle Organschäden möglich.

Cellulite – Bindegewebsschwäche

Nährstoffversorgung der Zellen und Abtransport von Stoffwechselendprodukten geschehen also über das Bindegewebe. Das Problem ist, dass viele dieser Abfallprodukte nicht entsprechend ausgeschieden werden, sondern im Bindegewebe liegen bleiben. Werden diese “Schlacken” nicht aus dem Bindegewebe entfernt, kann u.a. Cellulite entstehen. Der Bindegewebszustand ist daher nicht nur für unsere Gesundheit, sondern auch für unsere Figur ausschlaggebend. Übergewicht fördert Cellulite, weil das Bindegewebe geschwächt wird. Durch falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Stress wird unser Bindegewebe heutzutage extrem belastet!

Cellulite Durchblutungsstörung

Auch Durchblutungsstörungen verursachen und fördern Cellulite: Rauchen, langes Sitzen, enge Kleidung, Bewegungsmangel, Stressbelastung… Eine weitere Problematik stellen aus Sicht einiger Umweltmediziner verschiedene Schwermetalle dar, vor allem Blei und Quecksilber. Diese beschädigen die Kollagenstrukturen. Die Folgen davon sind schnelleres Altern und höhere Anfälligkeit für chronische Erkrankungen. Hinzu kommen noch verstärkend verschiedenste schädigende Umwelteinflüsse.

Will man Cellulite im Anfangsstadium feststellen, muss man an diversen Stellen die Haut mit beiden Händen zusammenschieben. Im fortgeschrittenen Stadium erkennt man bereits sichtbare Dellen. Auch unter Muskelanspannung wird Cellulite deutlich. Unübersehbar sind die Dellen im dritten Stadium.

Cellulite – ganzheitliches Problem

Überall findet man Cremes, Apparate und Wunderpillen mit dem Versprechen der Cellulite-Problembeseitigung. Leider sind die meisten Mittel wirkungslos, denn wie alles muss auch die Orangenhaut zunächst einmal ursächlich, das heißt von innen her, durch Ernährung, Bewegung und Stressmanagement behandelt werden – erst dann greifen auch die zusätzlichen äußeren Maßnahmen.

Als letzte Rettung sehen viele Menschen oftmals Schönheitsoperationen. Das häufigste Verfahren der ästhetischen Chirurgie ist hier die Liposuktion – besser bekannt als “Fettabsaugung”. Problem dabei ist, dass zwar der Körperumfang deutlich reduziert werden kann, aber die Ursache „Bindegewebsschwäche“ keineswegs beseitigt wird. Noch dazu bleibt die überschüssige gedehnte Haut erhalten, weshalb meist auch zusätzliche operative Straffungen im betroffenen Bereich erforderlich sind. Angesichts des Operationsrisikos ist von diesen Maßnahmen eher abzuraten. Vor allem aber ändert sich wie gesagt durch chirurgische Eingriffe nichts an den Ursachen, die zu den Problemen geführt haben.

Sport und Massagen, die die betroffenen Körperbereiche aktivieren und den Stoffwechsel anregen, sind weitaus gesünder, effektiver und vor allem langfristig erfolgversprechend. Bei Übergewichtigen ist natürlich auch eine dauerhafte Gewichtsreduzierung erforderlich.

Regelmäßige Bewegung

Zur Straffung des Bindegewebes sind Ausdauersportarten am besten geeignet. Dabei ist es wichtig, dass alle Muskeln gleichmäßig belastet werden. Zu empfehlen wäre ein Training von mindestens 30 Minuten 2-3mal die Woche. Die idealen Sportarten zur Festigung des Bindegewebes sind Schwimmen, Wassergymnastik und Radfahren. Aber auch Steppen und Cross-Training im Fitnessstudio sind gut geeignet.

Gesunde Ernährung

Jeder Nährstoffmangel zeigt sich bald am Hautbild. Zucker-, fett- und salzarme Kost wirkt sich sehr positiv auf das Bindegewebe aus. Kaffee und Alkohol sollte man meiden. Jede Art der Übersäuerung ist schlecht, daher ist eine basenreiche Ernährungsweise empfehlenswert. Wichtig für das Bindegewebe sind auch Obst und Gemüse mit reichlich Vitamin C, Silicium und sekundären Pflanzenstoffen: Kartoffeln, Zitrusfrüchte, Kohlgemüse, Paprikaschoten etc.

Kräuter und Gewürze wie Basilikum, Chili, Curry, Koriander, Rosmarin und Salbei und auch andere wertvolle Lebensmittel wie Granatapfel und Yamswurzel sind sehr hilfreich.

Natürlich ist auch für das Bindegewebe der Flüssigkeitshaushalt immens von Bedeutung:

viel reines Wasser, Kräutertees, grüner Tee und evtl. verdünnte Obstsäfte sind ideal.

Massagen und Wechselgüsse

Alle durchblutungsfördernden Maßnahmen wie Bewegung, diverse Massagen, Trockenbürsten, Kneipp‘sche Anwendungen etc. fördern die innere Reinigung und somit eine effiziente Ausscheidung von Stoffwechselschlacken. Das ist die notwendige Basis für ein gut funktionierendes Bindegewebe und somit für unsere Vitalität und dadurch auch für unser gesamtes Erscheinungsbild – wie innen so außen…

Bindegewebsmassage

Bei der Bindegewebsmassage wird einerseits die Durchblutung der Haut angeregt und andererseits werden über cutiviszerale Reflexe Reize an die Organe weitergegeben.

Sie wirkt effektiv auf das Bindegewebe, reduziert und heilt Bindegewebsschwächen (Cellulite), hilft vorbeugend und kann auch unterstützend bei Organ-, Gelenks- und Menstruationsbeschwerden und Allergien eingesetzt werden.

Lymphdrainage

Das ist eine sehr sanfte und angenehme Massagetechnik, die das Lymphsystem, das Bindegewebe, die Muskulatur und das Nervensystem positiv beeinflusst.

Lockert und beseitigt fibrotisch verhärtetes Bindegewebe und reduziert auch sehr effektiv Cellulite. Weitere Indikationen: Schwellungen, Ödeme, Schmerzlinderung, Organbeschwerden, Stress und Menstruationsbeschwerden.

Klassische Massage

Sie wirkt u.a. durchblutungsfördernd, transportiert Schlackenstoffe aus dem Gewebe und verbessert so die Versorgung der Gewebszellen. Als wesentliche Wirkung auf das Bindegewebe reduziert und heilt Massage Bindegewebsstörungen (Cellulite), hilft aber auch präventiv zur Gewebefestigung und Gewebedurchblutung.

Heilfasten Bindegewebsheilung an der Wurzel

Heilfasten ist die ursächlichste Hilfe im Kampf gegen Bindegewebsstörungen. Fasten wird nicht ohne Grund als „Operation ohne Messer” bezeichnet, denn es leitet eine ganzheitliche Umstimmung von Körper, Seele und Geist ein, indem es entschlackt und entgiftet. Um eine tiefgreifende und dauerhafte Gesundung zu erreichen, ist nach dem Fasten eine umfassende Lebensstiländerung – Ernährungsumstellung auf vitalstoffreiche Vollwertnahrung inklusive Bewegungs- und Entspannungsstrategien – unumgänglich!

So können Bindegewebsprobleme an der Wurzel gepackt und langfristig saniert werden und so können wir uns selbst bleibende Vitalität und Schönheit schenken…

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