Homöopathie für Tiere

Erfolgserlebnisse aus der Praxis

Homöopathie für TiereViele von Ihnen haben den Namen viel­leicht schon gehört: Samuel Hahnemann (1755-1843), der Begründer der Homöopathie. In seinem „Organon der Heilkunst“ deklariert er im §1: „Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt.“

Woran Samuel Hahnemann damals wohl noch nicht dachte – auch wir Tierärzte profitieren von seiner Lehre. Heutzutage ist es – glück­licherweise – selbstverständlich, auch kranken Tieren die benötigte medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Die homöopathische Arzneimittel sprechen, wenn Sie exakt eingesetzt werden, auch bei unseren Vierbeinern und gefiederten Lieb­lingen sehr gut an.

Erfolgserlebnisse aus der Tierarztpraxis

Kater „Zwergerl“
So zum Beispiel bei dem kleinen Kater „Zwergerl“. Seine Besitzerin nahm ihn, seinen Bruder Max und seine Schwester Stella im Frühjahr im Alter von ca. 9 Wochen zu sich. Er war wesentlich kleiner als seine Geschwister, sehr dünn und litt an Durchfall. Eine die Wurmkur begleitende Behandlung mit Pulsatilla C30 ließ den Durchfall schnell verschwinden und inzwi­schen kann man Max und Zwergerl kaum noch unter­scheiden, da Zwergerl in Entwicklung und Wachstum seinen Bruder eingeholt hat.

„Romek“ ein Herdenschutzhund
Der gesundheitlich schwer geprüfte 6-jährige Herdenschutzhund Romek litt kürzlich an einer schon lang andauernden, blutenden, stinkenden Analdrüsenentzündung. Es wurde bereits eine Operation in Erwägung gezogen. Das Pro­blem löste eine Gabe von Acidum nitricum C200, nun geht’s ihm sehr gut und die Operation ist nicht mehr nötig.

Kaninchen „Flocke“
Eines Tages ging es dem 6-jährigen Kaninchen Flocke sehr schlecht, es fraß schon seit mehr­eren Tagen nichts, das linke Auge war eitrig entzündet und abgenommen hatte es auch. Parallel zu einer Zahnsanierung und Infusion bekam Flocke nun Hepar sulfuris C30. Ihr Allgemeinbefinden besserte sich zusehends, sie hatte wieder einen guten Appetit und legte an Gewicht zu. Um auch die eitrige Hornhaut­entzündung noch zu lindern schloss ich eine Behandlung mit Silicea C30 an. Ein kleiner Schleier blieb immer, aber Flocke lebte noch weitere 4 Jahre ohne nennenswerte Probleme und verstarb heuer im Februar im Alter von 10 Jahren.

Auf den Patienten abgestimmt
Bei der Anwendung homöopathischer Arzneimittel ist jedoch zu beachten: In solcherart Fallbeispielen erwähnte Mittel können nicht ohne weiteres auf andere Tiere mit gleichen oder ähnlichen Erkrankungen übertragen werden. Dies hängt mit der ganzheitlichen Betrachtungsweise der Homöopathie zusammen. So ist die Basis jeder homöopathischen Behandlung ein ausführliches Gespräch über die Krankengeschichte und die individuellen Symptome des Patienten, gekoppelt mit einer klinischen Untersuchung. Der Patient bekommt auf dieser Grundlage das individuell auf ihn abgestimmte homöopathische Arzneimittel. Nur so kann ein bestmöglicher Behandlungserfolg erzielt werden.

Homöopathie oder Schulmedizin
Was aber unterscheidet chemisch gesehen die homöopathischen von „schulmedizinischen“ Arzneien? Bei den homöopathischen Arzneien werden bestimmte Ausgangsstoffe (Ursubstanzen) stufenweise verdünnt und anschließend „verschüttelt“ . Handelt es sich um feste Stoffe, wie Mineralien werden sie stufenweise verrieben. Verdünnung und Verschüttelung zusammen nennt man in der Homöopathie Potenzierung. So bedeutet z.B. die D6- Potenz eine 6-malige Potenzierung 1:10 oder die C30 Potenz eine 30-malige Potenzierung 1:100. Wie Sie sich vorstellen können, ist bei hohen Potenzen von der Ursubstanz nichts mehr nachweisbar. Die Arznei enthält aber die ent­sprechende Information, die bei Einnahme durch den Patienten auf dessen Körper einwirkt. Hier gibt diese den körpereigenen Heilmechanismen den notwendigen Anstoß, die Krankheit selbst zu überwinden.

In vielen Fällen stellt die Homöopathie eine Alternative zur Schulmedizin dar. Manchmal sind deren Maßnahmen jedoch unumgänglich, dazu zählen z.B. Infusionen nach großem Flüssigkeitsverlust (wie etwa bei Brechdurchfall) oder der Ersatz von Hormonen und Fermenten, die der Körper nicht mehr selbst produzieren kann, weil die entsprechenden Organe zerstört sind (wie etwa Insulin für Diabetiker). Oft kann jedoch die Dosis herkömmlicher pharmazeutischer Produkte mit Hilfe eines gleichzeitig verabreichten homöopathischen Arzneimittels reduziert werden.

So muss auch bei Tieren in jedem Einzelfall individuell entschieden werden, für welche The­rapieform man sich entscheidet, oder ob man Homöopathie und Schulmedizin kombiniert. Diese Entscheidung ist aber nur möglich, wenn der Arzt beide Methoden, sowohl die schulmedizinische als auch die homöopathische, beherrscht.

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