Papaya

Gewichtsreduzierend und darmunterstützendPapaya

Die Papaya trägt in ihrer tropischen Heimat die Beinamen „Baum der Gesundheit“, „Fruta de la Bomba“ oder „Frucht für ein langes Leben“. Bei uns wird sie mitunter auch Baummelone genannt. Die karibischen Ureinwohner bezeichneten die Pflanze als „ababai“, worauf wohl auch der heutige Name zurückgeht. Zweifellos haben diese schon früh die Heilkraft aufgrund der Wirkung des Enzyms Papain gekannt.

Die Herkunft der Papaya

Die Papaya wurde von den Indianern Zentralamerikas schon in vorkolumbianischer Zeit kultiviert und von den Spaniern bis zu den Westindischen Inseln gebracht. Heute wächst sie in allen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde und ist bei uns ganzjährig erhältlich. Aufgrund der weiten Lieferwege und der damit verbundenen ungünstigen Co2-Bilanz empfehle ich den Verzehr von Papaya eher im Winter und im Sommer zu saisonalem, heimischem Obst zu greifen!

Bei uns ist meist die hawaiische Papaya erhältlich, mit einem durchschnittlichen Gewicht von ca. 500g – bei der mexikanischen Papaya hingegen werden die Früchte bis zu 9kg schwer! Die Früchte wachsen traubenartig auf den etwa drei bis vier Meter hohen Bäumen und sind meist birnenförmig, seltener rundlich.

Wann ist die Papaya reif?

Grüne Papayas sind noch unreif. Achten Sie beim Kauf also auf bereits gelbe bzw. orange Stellen oder Streifen auf der Schale, dann reifen die Früchte bei Zimmertemperatur noch vollständig nach. „Überreifen“ können sie nicht (außer sie beginnen zu gären!) – das Fruchtfleisch wird bei zunehmender Reifung immer süßer, aber auch weicher. Es eignet sich dann weniger zum Dekorieren. Auskunft über den Reifegrad gibt auch der Drucktest, je leichter sich das Obst mit dem Finger eindrücken lässt, umso reifer ist es. Reife Papayas kann man im Kühlschrank ein bis zwei Wochen lagern.

Der Geschmack ähnelt der Melone, die Früchte werden auch wie Melonen gegessen, einfach Schale und Kerne entfernen – das Fruchtfleisch kann für Obstsalat oder Shakes verwendet werden. Unreife Früchte werden gerne zu Currys, Chutneys oder Marmeladen verkocht.

Essbare Kerne und ihre Wirkung

In der Mitte der Frucht befinden bis zu 700 schwarze, rund 3mm große, essbare Kerne. Zwar werden sie meist weggeschmissen, sind aber in ihrer gesundheitlichen Wirkung mitunter wertvoller als das Fruchtfleisch. In den Herkunftsländern werden die Samen gegen Darmparasiten und Durchfallbeschwerden gekaut (gleich merken für die nächste Reise in die Tropen!). In der Naturheilkunde wird ihnen auch positive Wirkung bei Prämenstruellen Syndrom sowie bei Wechseljahrsbeschwerden nachgesagt.

In der Pfeffermühle gerieben werden Papayakerne als Zartmacher für Fleisch verwendet. Einfach mal aufheben, trocknen und ausprobieren!

Papain – das wertvolle Enzym

Die Papaya ist reich an verschiedenen eiweißspaltenden Enzymen, vor allem Papain, das in seiner Wirkung den körpereigenen Verdauungsenzymen Pepsin und Trypsin sehr ähnlich ist und daher für die Verdauung hilfreich ist. Die Papaya bildet Papain in starker Konzentration in der Schale und in den Kernen als Schutz vor Schädlingen.

Enzyme, früher auch oft Fermente genannt, bestehen oft selbst aus Proteinen (Eiweiß) und ermöglichen im Körper biochemische Vorgänge, die sonst zum Beispiel eine viel höhere Temperatur bräuchten. Sie wirken also gleich wie ein Katalysator und sind somit immens wichtig für unsere Stoffwechselvorgänge.

Das Papain in der Papaya regt die Verdauung an und ist hilfreich als Nachspeise nach schwer verdaulichen Mahlzeiten – im Übermaß genossen, kann die Frucht auch leicht abführend wirken.

Wie die Papaya unseren Darm unterstützt

Wenn wir eiweißreiche Nahrung zu uns nehmen, wie etwa Fleisch, Fisch, Milch oder Käse, dann wird dieses Eiweiß im Magen durch die Magensäure und Enzyme in die einzelnen Aminosäuren aufgespalten. Die Leber hat anschließend die Aufgabe diese Aminosäuren wieder zu dem zusammen zu bauen, was unser Körper gerade braucht. Das können andere Enzyme sein, aber auch Hormone oder andere Botenstoffe.

Werden die Eiweiße aber im Magen nicht erfolgreich aufgespalten und verbleiben dann zu lange Zeit im Darm, verursacht das dort toxische Zustände und aus den Proteinen entsteht unter anderem Schwefelwasserstoff – ein höflicher Ausdruck für Blähungen. Aber auch schlechter Geschmack im Mund oder Mundgeruch kann die Folge sein. Je besser vorverdaut das Eiweiß also in den Darm kommt, umso schneller dann die Darmpassage!

Früchte sind wichtig für die Darmgesundheit

Generell enthalten Früchte auch viele Ballaststoffe, die unseren Darm zwar zum Großteil unverdaut passieren, aber für die Darmgesundheit aus mehreren Gründen wichtig sind. Die nicht wasserlöslichen Ballaststoffe quellen im Darm auf, binden Wasser, aber auch Giftstoffe, die in der Folge ausgeschieden werden können. Gleichzeitig „putzen“ Ballaststoffe die Darmwände – und dabei handelt es sich immerhin um etwa 200 m² Darmschleimhaut. Unser Darm ist ja rund acht Meter lang, seine Oberfläche wird durch zahlreiche Falten und Darmzotten auf diesen unglaublichen Wert vergrößert. Diese große Fläche ist nötig, um alle Nährstoffe aus der Nahrung gut aufnehmen zu können. Wenn man bedenkt, wie viel Aufmerksamkeit wir oft unserer Gesichtshaut schenken, hat sich doch auch die Darmschleimhaut mal etwas Pflege verdient, oder?

Aus ballaststoffreicher Ernährung werden die Kohlehydrate im Darm langsamer aufgenommen, was sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt und uns länger das Gefühl gibt, satt zu sein. Heißhunger zeigt sich bei obst- und gemüsereicher Ernährung viel seltener.

Andererseits helfen Ballaststoffe den gesundheitsfördernden, probiotischen Bakterien im Darm, weil sie ihnen als Nahrung dienen. Meist tummeln sich im Darm mehr von den nicht so hilfreichen Bakterien, die sich gerne von Zucker ernähren! Ein ausgeglichenes Verhältnis dieser „Multikulti-Gesellschaft“ im Darm ist also unabdingbar für unser Wohlbefinden.

Wussten Sie übrigens, dass unsere Mitbewohner im Darm ein Gewicht von etwa zwei kg wiegen? Denken Sie daran und rechnen die diese Kilos einfach ab, wenn Sie das nächste Mal auf die Waage steigen.

Wie uns die Papaya beim Abnehmen unterstützt?            

100 g Papayafruchtfleisch enthalten nur 13 kcal, aber fast 80 mg Vitamin C, mehr als zum Beispiel Kiwis. Das Fruchtfleisch besteht zu rund 90% aus Wasser– eine Powerfrucht also zum Abnehmen. Wenig Kalorien, viel Flüssigkeit und der hohe Vitamin C-Gehalt unterstützt unsere Fettverbrennung! Eine Papaya enthält außerdem sehr viel Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2, B5. Daneben sind auch außerordentlich viel Kalium und Magnesium, sowie Calcium, Phosphor und Natrium vertreten.

Nicht zu unterschätzen ist jedoch der Fruchtzuckergehalt der reifen Papaya – wer abnehmen möchte, sollte das reife Obst nicht als Zwischenmahlzeit essen. Um den Zucker zu verarbeiten, produziert unser Körper nämlich Insulin und solange Insulin im Blut schwimmt, findet keine Fettverbrennung statt. Das heißt also, wenn Sie abnehmen möchten, sollten Sie die Papaya zum Beispiel mit Kiwi, Ananas und Joghurt zu einem leckeren Shake verarbeiten und als Frühstück genießen oder den abendlichen Salat mit Papayastücken garnieren, statt sie zwischendurch zu naschen.

Auch äußerlich eine Wohltat

Abseits der inneren Wirkung kann man die Papaya auch äußerlich anwenden, z.B. als Gesichtsmaske. Papaya- und Ananasstücke pürieren, mit etwas Honig und einem Löffel Topfen mischen und auf die gereinigte Gesichtshaut auftragen. Diese Maske – Einwirkzeit ca. 15 Minuten – versorgt trockene Haut mit zahlreichen natürlichen Nährstoffen.

Ich bin sicher, Sie sind jetzt auf den Geschmack gekommen und die Papaya wird auf Ihrem winterlichen Speiseplan nicht fehlen.

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