Gelsen

gelsenDie surrende Schattenseite des Sommers

Während Mensch sich abends beim Heurigen entspannt oder den lauen Sommerabend am Badesee genießen will, treten sie durch lästiges Surren und juckende Körperstellen unliebsam in Erscheinung: die Gelsen! Wir haben Tipps für die sanfte und umweltfreundliche Gelsenbekämpfung gesammelt.

Für Gelsen sind die warmen, schwülen Tage ideal – der Entwicklungszyklus vom Ei bis zum flugfähigen Insekt dauert bei diesen Bedingungen nur wenige Tage. Kaum sind die kleinen Blutsauger unterwegs, machen sich die männlichen Gelsen auf die Suche nach Nektar und die weiblichen nach Frischblut, dessen Nährstoffe sie für die Bildung der neuen Eier brauchen. Der Bedarf ist enorm: Ein Gelsenweibchen legt bis zu 300 Eier und kann 7 Reproduktionszyklen durchlaufen, also an die 2100 Eier legen.

Was tun gegen die Gelsenplage? Vorbeugung ist die beste Medizin

Gelsenstecker sind nicht empfehlenswert, sie verdampfen Insektizide und belasten Luft und Schleimhaut mit Chemikalien. Als Insektengrills bekannte UV-Leuchten oder Tischtennis-ähnliche Schläger mit Hochspannungsgitter hingegen sind eine radikale Methode und töten auch nützliche Insekten. Erfahrungsgemäß sind nur 3 von 100 getöteten Tieren im Netz Gelsenweibchen, dafür aber häufig seltene Nachtfalter. Die beste Abwehr gegen Gelsen ist daher die Vorbeugung, d.h. möglichst wenig Gelegenheit zur Eiablage zu bieten und offene Wasserflächen im Garten oder am Balkon zu vermeiden.

Weitere Tipps zur umweltfreundlichen Abwehr der Gelsen:

  • Beim abendlichen Lüften Licht abschalten! (Nicht nur, weil Licht Motten und andere Insekten anzieht, auch zum Energie Sparen.)
  • Insektengitter an Fenstern und Türen oder Moskitonetze über dem Bett montieren
  • Tomatenstauden am Fensterbrett schrecken Gelsen durch ihren Geruch ab
  • Wasserschalen mit Essig, Zitronen- oder Lavendelöl aufstellen
  • Am Balkon gelbe Lampen verwenden, dieses Licht können Gelsen nicht wahrnehmen
  • Im Garten alle stehenden Wasserflächen abdecken – Regentonnen, Planschbecken etc., und nicht auf offene Gießkannen vergessen! Im Gartenteich übernehmen übrigens Libellen, Frösche und Fische die natürliche Gelsenvernichtung.

 Wenn´s bereits juckt und kratzt

Haben die Gelsen zugestochen, macht sich das durch starken Juckreiz bemerkbar. Zur Linderung habe ich einige Tipps parat: So wenig kratzen wie möglich! Kratzen verschlimmert die Schwellung, Gewebehormone werden freigesetzt und führen zu einer örtlichen Entzündung. Die Stichstelle kann mit essigsaurer Tonerde beruhigt werden, hilfreich sind auch Zwiebel, Essig, Zitronensaft, zerriebene Tomatenblätter oder Spitzwegerichsaft von zerriebenen Blättern.

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