Osteoporose

Vorbeugung und innovative Therapien

OsteoporoseUnter Osteoporose versteht man eine Skeletterkrankung, die durch eine verminderte Knochenfestigkeit charakterisiert ist, woraus ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche resultiert. Osteoporotische Knochenbrüche verursachen Schmerzen und führen unmittelbar zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität. Sie treten bevorzugt an der Speiche, den Wirbelkörpern und am hüftgelenksnahen Oberschenkel auf. Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Osteoporose zu den zehn bedeutendsten Krankheiten weltweit. Immer mehr Menschen werden in Zukunft davon betroffen sein. Eine von drei Frauen und einer von acht Männern im Alter von 50 Jahren erleidet im weiteren Leben mindestens einen osteoporotischen Knochenbruch.

Der menschliche Knochen und sein Stoffwechsel

Im Laufe des Lebens wird das menschliche Skelett ständig umgebaut (An- und Abbau). In der Wachstumsphase überwiegt der Aufbau, im Erwachsenenalter sind der Knochenauf- und Abbau im Gleichgewicht. Die höchste Knochenmasse (peak bone mass) erreicht man um das 30. Lebensjahr. Im weiteren Leben kommt es zu einem geringen Überwiegen des Knochenabbaus, bei Osteoporose-Patienten hingegen überwiegt der Abbau deutlich.

Die Knochendichte als Gradmesser für die Osteoporose

Zur Diagnosestellung der Osteoporose steht die Knochendichtemessung zur Verfügung. Die „Gold-Standard“-Methode zur Bestimmung der Knochenmineraldichte ist die so genannte Knochendensitometrie mittels DXA, einem Röntgengerät. Die Knochendichte bezieht sich auf den mittleren Normwert gleichgeschlechtlicher jugendlicher Erwachsener und die Abweichung wird mit dem T-score angegeben. Die Messungen erfolgen üblicherweise im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Hüfte. Laut WHO liegt eine Osteoporose bei Erwachsenen vor, wenn der T-score bei -2,5 oder darunter liegt. Liegt der T-score hingegen zwischen -1 bis -2,5, so spricht man von Osteopenie. Das Knochenbruchrisiko wird bestimmt durch die Knochenmineraldichte und die individuellen Risikofaktoren.

Häufige Risikofaktoren für das Entstehen von Osteoporose

Risikofaktoren sind erbliche Veranlagung (erstgradige Verwandte mit osteoporotischen Frakturen), Lebensstil und Ernährung (Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, wenig Milchprodukte, wenig körperliche Betätigung, lange körperliche Unbeweglichkeit, niedriges Körpergewicht, starker Gewichtsverlust und geringe Sonnenexposition), vorbestehende Erkrankungen (Asthma bronchiale, COPD, chronische Gelenksentzündungen, Laktoseintoleranz, Leberzirrhose, Schilddrüsenüberfunktion, Magen-Darmerkrankungen, Nierenerkrankungen, Unterfunktion der Gonaden, Autoimmunerkrankungen etc.), Medikamente (Cortison, Antiepileptika u.a.) und Zyklusstörungen bei der Frau.

Osteoporose und die Wechseljahre

Die Entstehung der Osteoporose im Klimakterium ist bedingt durch den Wegfall der Östrogene, die einen Schutz vor übermäßigem Knochenabbau gewährleisten. Eine aus gynäkologischen Gründen notwendige Hormonersatztherapie schützt das Skelett vor übermäßigem Abbau.

Vorbeugung gegen Osteoporose

Ernährung

  • Ausreichende Kalziumzufuhr (ein Glas Milch pro Tag sowie viel Käse und Joghurt)
  • Wenig Alkohol

Nahrungsergänzungen

Engpässe, die mit der normalen Ernährung nicht gedeckt werden, können mit Nahrungsergänzungen behoben werden. Wichtig ist vor allem, dass Sie qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungen einnehmen.

Lebensstil

  • Regelmäßige körperliche Aktivität: Durch Bewegung, Ausdauer- und Krafttraining kann jeder Mensch wesentlich dazu beitragen, dem natürlichen Verlust an Knochenmasse effizient entgegenzuwirken.
  • Nicht rauchen
  • Behandlung von Zyklusstörungen bei Frauen durch Hormonpräparate

Ausreichende Versorgung mit Vitamin D

Vitamin D kann über die Ernährung nur unzureichend aufgenommen werden. Es wird stattdessen hauptsächlich vom Organismus selbst gebildet, wenn Sonnenlicht in Form von UV-Strahlen auf die Haut trifft; dies findet vorwiegend in den Sommermonaten (Aufenthalt im Freien) statt.

Vorbeugung von Stürzen durch Sicherheits- bzw. Vorkehrungsmaßnahmen:

  • Überprüfen Sie Ihre Wohnung auf Sturzfallen (z.B. Teppichkanten).
  • Benutzen Sie Handläufe und Geländer beim Treppensteigen.
  • Lassen Sie sich beim Aufstehen bewusst Zeit (Kreislauf!).
  • Vermeiden Sie rasche Richtungswechsel (Schwindel!).
  • Trainieren Sie! Gleichgewichtstraining einerseits und sanftes Krafttraining andererseits erhöhen Ihre Standfestigkeit in kritischen Situationen.
  • Bringen Sie rutschfeste Badematten in Badewanne und Dusche sowie Haltegriffe im Bad an.
  • Vermeiden Sie es, auf wischfeuchtem Boden zu gehen
  • Tragen Sie sichere, rutschfeste Hausschuhe oder Socken mit rutschfester Sohle.

Welche Medikamente stehen für die Osteoporose-Behandlung zur Verfügung?

Basistherapie: Vitamin D- und Kalziumpräparate. Für die spezifische medikamentöse Behandlung der Osteoporose stehen Substanzen, die den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern, zur Verfügung. Die Schmerzbehandlung ist vorwiegend medikamentös.

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