Mein Garten

Ein wunderbares Stück Natur

Mein Garten

Jedes Jahr im Winter blicke ich aufs Neue ungläubig aus dem Fenster auf meinen zugeschneiten Garten, wo schon bald eine üppige Blütenpracht entstehen wird. Ich liebe meinen Garten und kann es kaum erwarten ihn wieder auf Vordermann zu bringen. Sobald die Temperaturen das Arbeiten im Freien zulassen, gibt es für mich kein Halten mehr! So manche Pflanze hat man über den Winter bereits vergessen, bis sie plötzlich wieder ihre Blätter aus dem Boden schiebt. Zwar muss man auf die Blüten noch etwas warten, aber zumindest kehrt endlich Leben ein!

Rosenduft liegt in der Luft

Wenn dann endlich die Forsythien blühen, kann es auch ans Rosen schneiden gehen. Je nach Art der Rose, schneidet man mehr oder weniger weg. Beetrosen, Edelrosen und Bäumchen schneide ich auf 30-40 cm zurück. Die Bäumchen lichte ich auch innerhalb der Krone gut aus. Denn schneiden bedeutet neues Wachstum! Auch, wenn manche Rosen in diesem Winter heruntergefroren sind, so haben sie dennoch gute Chancen im Sommer wieder üppig zu blühen. Hauptsache die Veredelung ist nicht abgefroren. Im März und April geben ihnen „Hornspäne“ oder „ Hornmehl“ die nötige Kraft, uns lange mit unzähligen Blüten und ihrem bezaubernden Duft zu erfreuen.

Vier Jahreszeiten

Es gibt nichts Schöneres als die Natur und ihre Wunder des Entstehens und wieder Vergehens. Ich genieße es sehr in einem Land zu leben, das vier Jahreszeiten hat, die an Reiz nicht zu überbieten sind. Das zarte Grün des Frühlings, das üppige Blühen im Sommer, die zauberhafte Herbstfärbung und schließlich der Winter, wenn die Natur zur Ruhe gekommen ist. Glitzernde Schneefelder, Eiszapfen und glückliche Kinder, die in der weißen Pracht herumtollen.

Aber auch ein kahler Baum kann unheimlich schön sein, man muss es nur sehen! Deshalb gehe ich bei jedem Wetter ins Freie und schaue und schaue. Mit der Zeit sieht man so viele Dinge, an denen achtlose Menschen vorübergehen, obwohl die Natur für uns so viel Schönes bereithält, und sei es nur ein unscheinbares „Unkraut“ in einer Mauerritze.

Think Positive!

Auch mit dem Wetter kann man viel besser umgehen, wenn man ein Bewusstsein für die Natur und unsere Umwelt entwickelt. Regen ist wichtig, aber auch Wind. Alles hat seinen Sinn, auch wenn es uns vielleicht nicht gefällt. Schon der englische Schriftsteller John Ruskin konnte dem wechselhaften Wetter Positives abgewinnen:

“Sonnenschein wirkt köstlich, Regen erfrischend, Wind aufrüttelnd, Schnee erheiternd. Wo bleibt da das schlechte Wetter?“

Bei Gartenarbeiten im Regen, wenn die Gummistiefel immer schwerer werden, darf man zwar schon mal fluchen, aber ans Aufhören denkt ein Gartenenthusiast deshalb noch lange nicht. Einige Male sage ich zu mir „jetzt ist es aber genug“, aber ich höre mir nicht wirklich zu, denn das muss noch sein und dort gehört noch eine Pflanze hin usw. Wenn man dann aberdurchgefroren ins Haus geht ist man dennoch sehr glücklich, weil man weiß, dass es einem die Pflanzen danken werden. Und beim anschließenden heißen Bad in der Wanne freut man sich bereits auf den nächsten Tag im Garten. Natürlich muss man nicht unbedingt bei Regen arbeiten, das bleibt jedem selbst überlassen, schließlich kann man sich kalte Füße auch an der Autobushaltestelle holen!

Schöne Aussichten

Und wie geht es Ihnen? Haben Sie schon Ihren Garten, planen Sie ihn noch oder genügt Ihnen Ihr Balkon? Für alle, die einen Garten haben, ist es sicher keine Neuigkeit, dass ein Garten nie fertig ist. Immer wieder kann man etwas verbessern oder verändern. Ein Garten wird nicht auf dem Reißbrett geplant, er muss langsam entstehen und wachsen dürfen. Und er sollte die persönliche Handschrift der Besitzer tragen, die sich darin wohlfühlen sollen. Ob Obst- und Gemüsegarten, Rosengarten, Bauerngarten oder Zen-Garten: jeder hat seinen eigenen Reiz. Auch der Balkon kann eine wunderschöne Idylle sein. Das Wichtigste ist es, Spaß an der Arbeit mit Pflanzen zu haben. Schon mit ein paar alten Schätzen vom Flohmarkt, einem Samensackerl und ein paar Pflanzen lässt sich Vieles gestalten, egal ob im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon.

Gerade jetzt ist noch viel Zeit um in einschlägigen Zeitschriften zu blättern und sich Anregungen zu holen. Mit etwas Übung und Geduld kommt der „grüne Daumen“ dann von ganz alleine! Denn, wie heißt es doch so schön bei dem US-amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson:

„Pass dich dem Schritt der Natur an, ihr Geheimnis heißt Geduld“.

Vorläufig bleibt uns auch gar nichts anderes übrig, als abzuwarten! Aber träumen dürfen wir schon! Vom neuen Rasen, von der romantischen Ecke mit Rosen und Kräutern, von selbstgezogenen Erdbeeren, von frischen Kirschen vom eigenen Baum, von lauen Abenden im Freien, von Vogelgezwitscher und vielem mehr… Und von einem ruhigen Stündchen im Liegestuhl, von dem aus man zufrieden sein Werk betrachtet und den Ärger des Alltages vergessen kann.

In diesem Sinne: Freuen wir uns auf die warmen Tage, die uns mehr Licht bringen und wieder länger werden. Mit allen guten Wünschen für eine nicht mehr allzu ferne Gartensaison verbleibe ich mit einem guten Rat von Mark Aurel, der da lautet:

„Wenn du am Morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können“.

Hier können Sie die komplette Ausgabe anfordern …

Zurück zur Übersicht …

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>