Das Jahr des Loslassens

Ausmisten und sportlich durchstarten

Das Jahr des LoslassensDas wird Ihr Jahr! Denn 2012 ist ein magisches Jahr, nicht um sonst wird es auch als das Jahr des Loslassens bezeichnet. – Lassen Sie los, misten Sie ordentlich im Geiste und in den eigenen 4 Wänden aus und starten Sie sportlich durch!

Historischer Rückblick

Bereits im Mittelalter galt Gelassenheit im Christentum als der Königsweg zu Gott und Wahrheit. Der deutsche Theologe, Mystiker und Philosoph Eckhart von Hochheim, kurz Meister Eckhart genannt, hatte schon damals erkannt, dass das Loslassen der Weg zur Wahrheit und zu einem glücklichen Leben ist. Ähnliche Ansätze findet man auch in den Weisheitsschulen Asiens oder in schamanischen Kulturen. Gautama Buddha, was so viel wie „Der Erwachte“ bedeutet, empfahl seinen Schülern eine Meditation, um sich so von sämtlichen Lasten und Hindernissen zu befreien, und das Glück des „gedankenlosen Einsseins“ zu erleben. Bis heute wird in Tempeln und Klöstern die hohe Kunst des Loslassens gelehrt.

Lernen Sie Loszulassen

Sicherlich werden Sie sich fragen, wie das denn geht und vor allem was denn nun Loslassen eigentlich bedeutet? Verliert man sich womöglich selbst? Dies möchte ich Ihnen gerne anschaulich an Hand eines Praxisbeispiels veranschaulichen: Nehmen Sie bitte einen Stift in die Hand und halten Sie ihn gut fest. Danach öffnen Sie Ihre Hand und lassen ihn los. Fällt er zu Boden, so verlieren Sie ihn. Bleibt er jedoch auf der nach oben geöffneten Handfläche liegen, können Sie den Stift weiterhin verwenden. Das ist „Loslassen“, ein freier, nicht anhaftender Umgang mit sich selbst und seinem Umfeld.

Jedoch ist Loslassen nicht ganz so einfach wie es klingt, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und schätzt außerdem die Gesellschaft seiner Mitmenschen, was ihmteilweise zum Verhängnis wird:

Schon in der Kindheit bekommen wir Meinungen, Erwartungen wie z.B. gute Schulnoten, Befürchtungen wie z.B. Hausarrest bei Nichtachtung förmlich eingeimpft. Ein „Ausbruch“ aus diesem Denken ist daher schwierig. Denn warum sollten wir die Gewohnheiten und Verhaltensweisen, unser „Selbstbild“ und unsere Ideale aufgeben, und uns auf etwas Neues und Unbekanntes einlassen? Viele Menschen haben Angst vor Veränderung und halten lieber an alten Gewohnheiten fest. Doch wenn wir einmal begriffen haben, dass dies alles nur selbstgestrickte Illusionen sind, fällt es leichter sie zu durchschauen und zu durchbrechen.

Bereits in der Antike dachten Philosophen darüber nach und formulierten radikale Thesen: Sokrates etwa plädierte dafür, die eigenen Meinungen zu überprüfen, das „Ich-Bild“ schonungslos auf den Prüfstand zu stellen und immer wieder aufs Neue loszulassen um so innere Freiheit zu erlangen. Da dieses ewige in Fragestellen aber nicht gewünscht war, beschloss die Athener Volksversammlung ihn kurzer Hand wegen „Verderbnis der Jugend“ zum Tode zu verurteilen.

Loslassen – Die hohe Kunst des „Sich-Einlassens“

Philosophisch und spirituell-mystisch zugleich ist das Sich-Einlassen auf eine andere Tiefe des „wahren“ Lebens. In einigen Religionen wird Gott auch „Satori“ oder „wahres Leben“ genannt. Das Streben nach Glück hat bis heute nicht an Aktualität verloren.

Faszination Zen

Zenmedidationskurs, Zen-Gute-Laune-Tischkalender, und vieles mehr: Der Käufer hat die Qual der Wahl. Aber ist das umfassende Angebot reine PR oder steckt doch mehr dahinter?

Ziel der Zenmedidation ist es, das sogenannte Alltagsbewusstsein, das ewige Herumgrübeln und den nie enden wollenden Gedankenfluss zu beruhigen und schließlich ganz zum Schweigen zu bringen. Denn nur so kann das „innere Leer“ die einfache Wahrheit aufnehmen. Ganz nach dem Motto „Ein volles Glas kann nichts Neues mehr aufnehmen“. Erst wenn der Geist frei von altem Ballast ist, ist er bereit, Neues aufzunehmen. Der Weg der Achtsamkeit, die liebevolle Wahrnehmung seiner Umwelt und Mitmenschen wird oft als Herzensweg beschrieben. Als ein Weg der Liebe und des Sich-Verbindens.

Fühlen Sie sich wie ein Hamster im Hamsterrad?

Warum Yoga dabei hilft, gelassener zu werden und loszulassen.

Kennen Sie das? Man hetzt von einem Termin zum nächsten, versucht zwischendurch noch ein paar Anrufe zu erledigen und darf bei all dem beruflichen Stress die privaten Verpflichtungen dennoch nicht aus den Augen verlieren! – So ähnlich sah mein Leben früher aus. Dank Yoga sehe ich heute Vieles gelassener. Denn Yoga ist nicht nur ein Trendsport, sondern auch eine Lebenseinstellung in die ich mich verliebt habe. Dank der Energie, die durch Yoga freigesetzt wird, konnte mein unruhiger Geist meine Gedanken ordnen. Ich lernte einfach mal an nichts zu denken, sondern nur zu spüren und loszulassen. Durch Yoga habe ich mich verändert und wurde endlich glücklich.

Mudras – Wie Sie mit Fingeryoga den Weg zur inneren Stille finden

Mudras gewinnen in unserer hektischen Zeit immer stärker an Bedeutung. Die ca. 5000 Jahre alte, aus Indien stammende Kunst, dient dem körperlichen und seelischen Wohlbefinden.

Bei Stress und Anspannung empfehle ich Ihnen folgendes auszuprobieren:

Führen Sie Ihre gefalteten Hände zusammen, Ellbogen zeigen nach außen, die Schultern hängen tief, die Handflächen berühren sich. Mit dem Einatmen lösen Sie die Handflächen, die Hände bleiben dabei lediglich über die Fingerspitzen verbunden. In Gedanken oder laut können Sie sagen: „Ich atme Ruhe ein“. Beim Ausatmen pressen Sie mit aller Kraft Ihre Hände aneinander und sagen: „Ich atme Stress und negative Gedanken aus.“

Alternativ können Sie dazu auch einen kleinen Anti-Stress-Ball verwenden und diesen zusammendrücken.

Kennen Sie Energievampire?

Manche Menschen neigen dazu, ihren Mitmenschen Nerven zu rauben und Energie abzuzapfen. Durch die natürliche Abwehrreaktion unseres Körpers gegen solche Attacken verkrampfen wir uns, wodurch es auch zu einer Blockade unserer Energie kommt. Dies macht sich dann durch Kopf- und/oder Magenschmerzen bemerkbar. Doch nicht nur der Körper ist blockiert, sondern auch der Geist. Diesen Teufelskreis kann man mit Gelassenheit durchbrechen. Diese Gelassenheit finden viele Menschen in der Meditation, in Yoga, Pilates oder anderen Sportarten wie z.B. Laufen.

Tipps fürs Loslassen:

  • Machen Sie sich frei von Vorurteilen.
  • Prüfen Sie regelmäßig Ihre Ansichten, Meinungen und Einstellungen zu sich selbst, sowie Ihre Sport- und Essensgewohnheiten.
  • Überlegen Sie sich, wie Sie sich selber wahrnehmen.
  • Fragen Sie Bekannte/Freunde, wie sie Sie wahrnehmen.
  • Überlegen Sie, an welcher schlechten Gewohnheit Sie festhalten. Ist es das Rauchen?
  • Machen Sie kleine Schritte zum Loslassen.
  • Üben Sie sich in Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung.
  • Genießen Sie glückliche Momente z.B. einen Sonnenuntergang.
  • Werden Sie gelassener, denn so haben Energievampierangriffe keine Chance!
  • Verschenken Sie ein Lächeln. Es kommt zurück.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig.
  • Suchen Sie sich eine Sporart, die Ihnen Freude bereitet und üben Sie diese 3 Mal pro Woche aus.

Schneiden Sie sich diese kleine Box aus, falten Sie diese zusammen und heften sie z.B. auf den Kühlschrank oder den Schreibtisch.

Der innere Schweinehund

Der innere Schweinehund ist eine Konstruktion unserer Gedanken. Sie werden diesen Störenfried nur los, wenn Sie ihm keine Bedeutung mehr schenken. Auch hier empfiehlt es sich, einfach mal loszulassen.

So misten Sie Ihre eigenen vier Wände aus

Nicht nur Ihrem Körper sollten Sie zu neuem Glanz verhelfen, auch Ihr Heim sollte regelmäßig „ausgemistet“ werden. Zunächst besorgen Sie sich bitte drei Kisten und einen Stift. Die erste Kiste bekommt ein Namensschild mit der Aufschrift „behalten“. Diese ist für Dinge gedacht, die Sie unbedingt aufheben möchten. Die zweite Kiste wird mit einem Fragezeichen markiert. Sie dient als Aufbewahrungsort für all jene Dinge, bei denen Sie zunächst nicht wissen, ob sie für Sie wichtig sind, oder zum Entsorgen freigegeben werden können. Die dritte Kiste bekommt die Aufschrift „Entsorgen“ verpasst. Je nachdem was Sie gerade ausmisten, seien es Zeitungen, Bücher, Kleidung oder Spielzeug, empfiehlt es sich stets, den überflüssig gewordenen Ballast entweder im Bekannten- und Freundeskreis zu verschenken oder Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden, um so anderen eine Freude zu machen.

Falls Sie aus „Altem“ Geld machen möchten, lohnt sich ein Blick ins Internet. Unter www.willhaben.at beispielsweise, findet man unkompliziert und ohne lästige Gebühren neue Käufer für seinen alten Kram.

Gehen Sie bei Ihrer Ausmistaktion immer in kleinen Schritten vor: Nehmen Sie sich Zimmer für Zimmer vor. Durchforsten Sie dabei zunächst kleinere Gegenstände, wie z.B. Stifthalter, bevor Sie sich der Schreibtischlade, der Kommode oder dem Kasten nähern. Ganz wichtig: Nehmen Sie jeden Gegenstand nur ein Mal in die Hand und ordnen Sie diesen den drei Kisten zu. Seien Sie konsequent und lernen Sie loszulassen. Nach diesem Prinzip ordnen Sie spielend Ihr Zuhause. Vergessen Sie das Kellerabteil und den Dachboden nicht!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und möchte Ihnen noch ein paar Gedanken mitgeben:

„Wenn Sie ein wenig loslassen,

sind Sie ein wenig glücklicher.

Wenn Sie viel loslassen,

sind Sie viel glücklicher.

Wenn Sie ganz loslassen,

sind Sie endlich frei.“

Hier können Sie die komplette Ausgabe anfordern …

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