Mountainbiken

Faszinierende Trendsportart

Mountainbiken

Abgefahrene Typen, technische Raffinessen, sportliche Herausforderungen, unvergessliche Naturerlebnisse – es gibt Vieles, das die Faszination des Mountainbikens ausmacht und dazu beitrug, dass sich dieser Sport von einer Freakshow zu einer Massenbewegung entwickelte.

Alles begann mit ein paar, für damalige Verhältnisse „verrückte Typen“, die meinten, ein Rad wäre nicht nur dazu gedacht damit auf der Straße und auf Asphalt zu fahren sondern man könnte damit ja auch im Gelände fahren. Um diesem Erlebnis nachzukommen mussten sich natürlich auch die Räder von Grund auf neu verändern. Es wurde begonnen die Rahmen neu zu gestalten, die Reifen wurden breiter und die Geometrie änderte sich und schön langsam begannen immer mehr Menschen sich ein „Geländerad“ zuzulegen.

Enstehung einer Trendsportart

Wer sich mit dem Thema Mountainbiken schon einmal beschäftigt hat, wird wissen, dass einer der absoluten Meilensteine dieses Sportes 1990 gelegt wurde. Zuvor schon hatte Andi Heckmair zwei Jahre lang Pässe durch die Alpen ausgetestet, denn sein Ziel war es, mit dem Rad von seiner Heimat Deutschland quer über die Alpen nach Italien zu fahren. 1990 war es dann so weit und er fuhr mit zwei Freunden von Oberstdorf nach Riva am Gardasee und trat damit nicht nur die Alpencross-Lawine los, sondern bescherte dieser Sportart auch eine ganz neue Aufmerksamkeit.

Von da an ging es Schlag auf Schlag und der Markt folgte der Nachfrage. Es wurden immer mehr Mountainbikes angeboten und die technische Weiterentwicklung wurde von Jahr zu Jahr massiv vorangetrieben. Doch was macht nun die tatsächliche Faszination dieses Sportes aus?

Abwechslungsreiche Trainingsart

Rein nüchtern betrachtet könnte man es wie so oft auf kalte Fakten herunterbrechen: Mountainbiken ist eine abwechslungsreiche Trainingsart, die in der Natur ausgeübt werden kann. Somit ist dem Körper und dem Geist Gutes getan und man kann sowohl etwas für seine ganzheitliche Gesundheit als auch für ein gesundes Körpergewicht machen.

Wer jedoch schon einmal selbst die Faszination dieser Sportart erlebt hat, wird bestätigen können, dass es hier mit bloßen Fakten nicht getan ist. Ich selbst habe im Alter von 14 Jahren zum Mountainbiken begonnen, also erst relativ spät. Bis zum damaligen Zeitpunkt habe ich nur ein Citybike besessen, mit dem ich allerdings immer mehr auf Schotterpisten und Waldwegen unterwegs war. Dies ging solange gut, bis die Geschwindigkeiten immer höher wurden und die Räder bald mehr einer 8, denn einem Kreis ähnelten. Mit dem Geld der ersten Ferialpraxis wurde also ein richtiges Mountainbike angeschafft – breite griffige Stollenreifen, vorne gefedert, breiter Lenker und Alu-Rahmen – für einstige Verhältnisse ein gutes Rad am damaligen Stand der Technik. Und was soll ich sagen – ab da war es um mich geschehen und ich verfiel der Faszination dieses Sports komplett.

Gelebte Freiheit

Mountainbiken würde ich heute am ehesten mit der gelebten Freiheit auf zwei Rädern beschreiben. Man ist nicht einfach nur in der Natur oder es ist nicht einfach nur ein Training, um fit zu bleiben. Biken im Gelände verbindet sämtliche Superlativen in einer Sportart! Als bekennender Cross Country Liebhaber beginnt es mit dem Wettkampf mit sich selbst – welche Strecke oder Tour fahre ich heute. Möchte ich eine lange Tour mit viel Natur und mäßig Höhenmetern oder möchte ich eine kurze harte Runde mit vielen Höhenmetern, die es zu erklettern gilt und eine dafür entsprechende Belohnung in Form einer „adrenalingeschwängerten“ Abfahrt. Bleibe ich heute lieber gemütlich auf Forst- und Schotterwegen oder jage ich mit High Speed über schmale kurvige Singeltrails?

Steigung überwunden – die Abfahrt belohnt

Es ist die Herausforderung mit mir selbst, in der ich meinen inneren Schweinehund bezwinge und den Gipfel der Tour erreiche. Das schönste daran ist und bleibt immer das Gleiche – habe ich mich selbst besiegt und die Steigung überwunden, wartet sofort die Belohnung – die anschließende Abfahrt! All die Anstrengung, der Schweiß, das Brennen in den Beinen ist vergessen und es zählt nur noch das Hier und Jetzt. Wo zuvor noch Kraft und Durchhaltevermögen gefordert waren, zählen jetzt Konzentration und Koordination. Mit High Speed geht es den Berg hinunter und bei entsprechender Streckenwahl lässt der Flowzustand nicht lange auf sich warten. Es ist dieser gewisse Augenblick, in dem man mit seinem Bike verschmilzt, die Natur nur so an einem vorbeirast und man mit dem Moment und dem Trail eins wird.

Passende Mountainbikes für jede Gelegenheit

Jetzt aber genug der Gefühlsduselei für diese Sportart. Wieder zurück zu den sachlichen Punkten. Durch die rasante Entwicklung der Technologie in den letzten Jahren gibt es inzwischen für die verschiedensten Anwendungsbereiche das passende Mountainbike. Egal ob man nur gemütlich über Schotterwege mit wenig Höhenmetern fahren und dadurch seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte oder ob man sich die Auffahrt gleich erspart, mit einem Lift oder dem Auto auf den Berg hinaufshuttelt und mit einem Mountainbike mit viel Federweg die Abfahrt hinabprescht. Auch für die mittlere Kategorie ist mit Fullys (vollgefederte Räder) mit unterschiedlichstem Federweg für die verschiedensten Anwendungsgebiete von gemütlicher Feierabendrunde bis hin zur Alpenüberquerung mit dem Bike gesorgt.

Mountainbiken – Naturgenuss

Mit einem Mountainbike kommt man in Gegenden und an Orte, wo man sonst nie hinkommen würde. Viele wunderschöne und oft auch ein wenig versteckte Plätze in der Natur sind mit dem Auto nicht erreichbar und zu Fuß wäre es zu weit bzw. würde es zu lange dauern. Mit dem Bike jedoch kann man in nur einer Tour 20, 40, 60 oder sogar noch mehr Kilometer an wunderschönen Naturerlebnissen genießen und neue traumhafte Fleckchen Erde entdecken.

Mountainbiken ähnelt ein bisschen dem Schifahren. Auch beim Schifahren hat man bei jeder Abfahrt die Belohnung für Körper und Geist, nur dass einen hier immer ein Lift auf den Berg bringt. Am nächsten kommt es sicherlich dem Schitourengehen, denn auch hier wird der Berg und die Steigung aus eigener Kraft erklommen und im Anschluss erfolgt die Belohnung durch die Abfahrt.

Es ist eine Sportart zum Hineinwachsen, denn auch nach Jahren kann man sich immer weiter verbessern, nicht nur muskulär und ausdauertechnisch sind konstante Steigerungen möglich, sondern ganz besonders auch was die Fahrtechnik anbelangt. Dadurch steigt einerseits wieder der Funfaktor, weil die Strecken schneller gefahren und auch immer anspruchsvollere Strecken geschafft werden können. Andererseits darf nicht außer Acht gelassen werden, dass das Verletzungs- und Sturzrisiko sinkt, je besser die Fahrtechnik ist.

Entspannung, Stressabbau, Adrenalinkick

Das Leben wird heutzutage von Jahr zu Jahr immer anspruchsvoller und abwechslungsreicher. Da ist es wenig verwunderlich, dass auch die Freizeitaktivitäten immer abwechslungsreicher werden. Und genau dieser Entwicklung wird Mountainbiken gerecht. Man kann es also als reine Entspannung und zum Stressabbau nutzen, denn an welchem Ort geht dies besser als in der freien Natur, weit abseits von Lärm und Hektik der Stadt, bei Sonnenschein, frischer Luft und Vogelgezwitscher. Man kann sich aber auch einen Adrenalinkick nach dem anderen in besonders schwierigen und extrem schnellen Downhills holen.

Und genau durch die große Bandbreite dieser Sportart, von Entspannung bis hin zu Adrenalin pur mit all den dazwischen liegenden Facetten, erfreut sich Mountainbiken immer größerer Beliebtheit!

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