Klimafreundliche Ernährung

Unserer Umwelt und Gesundheit zuliebe

Klimafreundliche Ernährung

In Industrieländern kommen rund 20% der CO2-Emissionen aus dem Bereich Lebensmittel. Wir essen unser Leben lang mindestens 3-mal täglich und haben so in 85 Lebensjahren bei rund 93.000 Mahlzeiten die Möglichkeit eine gute Wahl für unser Klima zu treffen. Das Rezept für eine klimafreundliche Ernährung ist einfach und orientiert sich an folgenden Kriterien:

„Regional, saisonal, biologisch & fair!“

Regional

Lebensmittel aus nahe gelegenen Regionen haben kürzere Transportwege und verursachen somit weniger klimaschädliche CO2-Emissionen. Wenn Sie Produkte bevorzugen, welche nahe am Verkaufs- und Verbrauchsort produziert, verarbeitet, vermarktet und konsumiert werden, unterstützen Sie außerdem die Wertschöpfung in der Region.

Saisonal

Obst und Gemüse, das in unserer Klimazone während der jeweiligen Jahreszeit im Freiland ausreifen kann, enthält nicht nur mehr wichtige gesunde Inhaltsstoffe (z.B. Vitamine), sondern es benötigt auch weniger Energie in der Produktion, da nicht beheizt werden muss. Noch dazu schmeckt es viel besser!

Biologisch

Biologisch produzierte Lebensmittel sind umwelt- und klimafreundlicher. Der Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel bedeutet weniger Energieaufwand. UND: schonend bearbeitete Böden mit einer guten Humusschicht können mehr CO2 aus der Luft binden.

Fair

Bei Kaffee, Tee und Schokolade und Obst & Gemüse aus Übersee, sollte man auf das FAIRTRADE-Siegel achten. Der Kauf von fair gehandelten Lebensmitteln unterstützt ProduzentInnen in den so genannten Entwicklungsländern durch angemessenen Lohn für ihre Arbeit. So können diese eigenverantwortlich wirtschaften und ihre Existenz sichern.

Weitere Tipps für klimafreundliche Mahlzeiten

Neben der Herkunft und der Produktionsweise gibt es noch mehr Möglichkeiten fürs Klimaschonen beim Essen:

  • Bevorzugen Sie öfters vegetarische Gerichte, denn bei der Produktion pflanzlicher Lebensmittel entstehen weniger CO2-Emissionen als bei tierischen Lebensmitteln.
  • Frisch von der Leitung statt aus der Flasche: Trinken Sie Leitungswasser – so sparen Sie Abfall, CO2 und eine Menge Geld.
  • Einkaufsfahrten oder Kurzstreckenfahrten mit dem PKW verschlechtern die persönliche Klimabilanz. Umweltfreundlicher sind wenige Großeinkäufe statt viele Einzellfahrten mit dem Auto. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder gehen Sie ihrer Gesundheit zu Liebe öfters zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad.
  • Auch beim Kochen können Sie einen Beitrag leisten: Deckel auf den Topf oder für heißes Wasser einen Wasserkocher verwenden. Haushaltsgeräte bergen ein großes Energiesparpotential. Bevorzugen Sie beim Kauf von Kühlschränken, Tiefkühlschränken und Elektroherden Geräte mit der Energieeffizienzklasse A++ oder A+++.
  • Viel zu Schade für den Müll: Tag für Tag landen in Österreich Tonnen von Lebensmitteln im Müll, obwohl viele Produkte noch genießbar wären. Vermeiden Sie das Wegwerfen von Lebensmitteln durch klugen Einkauf und Resteverwertung im Kochtopf.

Klimafreundliche Rezeptideen:

Einkornreissalat mit Sommergemüse

Zutaten für ca. 4 Portionen:

¼ kg Einkornreis, Sommergemüse: 2 Paradeiser, ½ Gurke, 1 kleine Zucchini, 1 gelber Paprika, 1 Handvoll Rucola, 1 Zwiebel, frischen Oregano und Schnittlauch, 10-15 dag Parmesan oder wahlweise Schafkäse, Marinade: Nussöl, Balsamessig, Salz, Pfeffer, etwas Paradeisermark

Zubereitung:

Einkornreis bissfest garen und auskühlen lassen. Gemüse putzen, waschen und würfelig schneiden. Grob geriebenen Parmesan oder würfelig geschnittenen Schafkäse untermengen. Rucola und gehackte Kräuter zugeben und mit der Marinade vermischen.

Tipp:

„Getreidereis“ stellt eine wertvolle Alternative zu Reis dar und bringt Abwechslung auf Ihren Teller. Da er weniger Transportkilometer als der Reis zurücklegt und nicht so wasserintensiv beim Anbau ist, trägt er gleichzeitig zum Klimaschutz bei. „Getreidereis“ wird durch schonendes Schleifen und Polieren von Getreidekörnern hergestellt. Es gibt z.B. Einkorn-, Emmer-, Dinkel-, Bergweizen-, Gerste- und Haferreis. Erhältlich sind diese u.a. im Naturkosthandel.

Zucchini Aufstrich

Zutaten:

30 dag geraspelte Zucchini, 25 dag Magertopfen, 1 Schuss Apfelessig, Kräutersalz, Pfeffer, 8 Basilikumblätter

Zubereitung:

Geraspelte Zucchini mit dem Topfen vermengen und mit Apfelessig, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem Basilikum garnieren.

Dessert für die Gartenparty:

Gegrillte Marillen mit Vanilleeis

Zutaten:

8 Marillen, 8 EL Ribiselmarmelade, 6 EL geriebene Mandeln, Mandelblättchen, 1 Packung Vanilleeis

Zubereitung:

Marillen waschen, halbieren und entkernen. Marmelade mit geriebenen Mandeln vermischen. Je 1 Esslöffel auf eine Marillenhälfte geben und mit der 2. Hälfte schließen. Jede Marille in Alufolie wickeln und ca. 5 Minuten auf den Grill legen. Mit Mandelblättchen bestreuen und mit Vanilleeis servieren.

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