Wohltuende Wärme

So besiegen Sie Beschwerden

Wer an einem eiskalten, klirrenden Wintertag unterwegs ist, weiß wie gut es tut, dann endlich in die wohlige Wärme einer Wohnung zu kommen. Im Winter übt die Wärme auf uns eine besondere Faszination aus weil sie uns Wohlbefinden vermittelt.

Natürliches Heilmittel
Seitdem es den Menschen gibt, galt die Wärme als besonders kostbares Gut. In den Anfängen der Menschheit konnte man sich diese Wärme nur durch das Einhüllen in Felle und durch gegenseitige Massagen verschaffen. Später war das Feuer ein willkommener Wärmespender.

  • Im Ägypten zur Zeit der Pharaonen wusste man bereits, dass man mit Wärme die Selbstheilkräfte des Körpers aktivieren kann. Man kannte damals sogar spezielle Kräutermischungen, die im Organismus Wärme erzeugten.
  • Die Römer in der Antike waren die ersten, die ganz gezielt heiße Thermalquellen zu Kurbädern ausbauten, und die das heiße Wasser im Kampf gegen Rheuma und Gelenksbeschwerden einsetzten.
  • Um die Jahrhundertwende wurde die Wärme lange Zeit nur von Naturheilern als Heilmittel propagiert. Mit dem deutlichen und erfolgreichen Trend zur Naturmedizin hat nun auch die Schulmedizin die Wärmewirkung wieder entdeckt. Heute ist Wärmeanwendung anerkannter Bestandteil zahlreicher Therapien.

Thermalbäder
Noch niemals haben Thermalbäder einen der­artigen Zustrom wie heutzutage erlebt. Es werden dort vor allem Erfolge bei der Behandlung von Wirbelsäulenproblemen, rheumatischen Erkrankungen und Gelenksbe­schwerden erzielt. Aber auch Verspannungen – vielfach durch Stress verursacht – können erfolgreich therapiert werden.

Sauna
Die Sauna zählt heute nicht nur zu einem der beliebtesten Freizeitorte im Winter. Man weiß heute, dass die Hitze auch medizinische Wirkung hat. In der Sauna kann man Erkältungskrankheiten vorbeugen. Sämtliche Stoffwechselvorgänge werden angekurbelt. Die natürlichen Abwehrkräfte werden gestärkt. Stress und Nervosität werden abgebaut. Man stärkt Herz und Kreislauf. Besonders wirksam kann die Sauna bei Bluthochdruck werden.

Rotlicht-Bestrahlung
Gerade, wenn es um rheumatische, chronische Beschwerden geht, hat sich auch die Rotlicht-Bestrahlung bewährt. Es entsteht dabei eine tiefgehende Erwärmung. Die bestrahlten Kör­perstellen werden besser durchblutet. Eine ideale Behandlungsmethode bei Gelenks- und Muskelschmerzen.

Infrarot-Kabine
Die Weiterentwicklung der Rotlichtbehandlung ist die Infrarot-Kabine mit Tiefenwärme. Der Vorteil gegenüber der Sauna: Man schwitzt bereits bei 38 Grad Celsius, was den Kreislauf nicht belastet.

Wärmepflaster, Fangopackungen, Salben
Sehr beliebt für die Selbstbehandlung von rheumatischen Beschwerden zuhause – am besten in Absprache mit dem Arzt – sind Wärmepflaster oder Fangopackungen aus der Apotheke.

Aber auch all die vielen Einreibe-Tinkturen, Cremes und Salben aus der Apotheke, die man bei rheumatischen Beschwerden und Gelenksschmerzen aufträgt, wirken durch das Prinzip der Wärme. Sie aktivieren die Durchblutung der Gewebe und erzeugen dadurch Wärme. Man kann diese Erwärmung an der Haut sogar messen.

Wannenbad
Die klassische Art, im Winter dem Körper wohltuende Wärme zuzuführen, ist die des heißen Wannenbades, für das der Apotheker viele köstliche Kräuterzugaben bereithält. Für Heilzwecke sollte man 20 Minuten in der Bade­wanne im sehr warmen Wasser zubringen, dann abtrocknen und eine Stunde im Bett nachschwitzen. Wer die Zeit für so ein Wannenbad nicht hat, kann sich einfacheren Alternativen zuwenden, wie etwa dem Fußbad, einem heißen Heublumensack aus der Apotheke oder der Auflage von heißen Tüchern.

Wärmeflasche
Wir sollten auch – sozusagen als erste wohltuende Hilfe bei einer beginnenden Erkältung, aber auch bei Magenverstimmungen und Darmproblemen – wieder das gute alte Hausmittel der Gummiwärmeflasche, gefüllt mit sehr warmem Wasser, einsetzen. Man legt sie auf, und gleich fühlt man sich besser.

Wo liegt nun das Geheimnis der heilenden Wärme? Ganz einfach: Wärme fördert die Durchblutung der Gefäße. Das bedeutet: Es werden mehr Nährstoffe und Sauerstoff zugeführt, mehr Giftstoffe und Stoffwechselmüll abtransportiert. Allein damit wird bereits die Selbstheilung eingeleitet. Wärme wirkt aber auch entkrampfend und entspannend. Das allein kann Schmerzen beseitigen.

Ein wesentlicher Effekt der Wärme: Durch den Schwitzvorgang entsteht im Organismus künstliches Fieber, werden Krankheitserreger abgetötet oder geschwächt und schneller ausgeschieden. Parallel werden die Abwehrkräfte im Blut gestärkt. Interessant für gezielte Therapien: Der menschliche Körper hat gegen 3 Uhr morgens seine höchste Temperatur. Zu dieser Zeit ist er auch am besten in der Lage, sich durch Wärmezufuhr zu regenerieren.

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