TEM im Winter

Heilen mit Natur und Tradition

TEM im WinterKalt wird es, die Nase rinnt leichter, die Wangen werden rot. Die traditionelle europäische Medizin (kurz: TEM) hat davon ein klares Verständnis und braucht dazu gar keine Viren. Es genügt die Vasomotorik.

Vasomotorik – Was heißt das wieder?
Wenn der Körper die Kälte wahrnimmt, schützt er sich mit einer geringeren Durchblutung der Schleimhäute. Schließlich will er Wärme sparen. Vasomotorik heißt, die Blutgefässe reagieren, versuchen etwas auszugleichen, das sonst den Körper in Gefahr brächte – die Kälte. Nach der anfänglichen Verringerung der Durchblutung will der Körper dann mit viel frischem und warmem Blut die Schleimhaut wieder aufwärmen. Das lässt gleich­zeitig die Nase rinnen. Klar und durchsichtig ist das Sekret. Die Wangen röten sich. Die feinsten Blutgefässe – die Kapillaren – sind auch ganz offen, um die Wange warm zu halten. Bisher waren noch keine Erreger – weder Bakterien noch Viren – im Spiel. Nur die Blutgefässe machen auf und zu. Das ist die Vasomotorik. Sie kann und soll auch trainiert werden. TEM verwendet dazu seit 2000 Jahren kaltes Wasser. Bessere Durchblutung bedeutet immer auch bessere Heilungschance.

TEM Diagnose
Auch in der TEM steht vor der Behandlung immer die Diagnose. Sie beruht auf den Wahr­nehmungen aller Sinne. Erfahrungen ergänzen diese Sinneswahrnehmungen. Berück­sichtigt werden auch die individuelle Situation mit Konstitution (dick/dünn, alt/jung, offen/verschlossen), das momentane Befinden des Patienten, seine Reaktionsmuster auf natür­liche Reize, sein individuelles Krankheitserleben. Zusätzlich braucht es auch Puls-, Zungen-, Augen- und Antlitzdiagnose sowie Harnbe­schau. Die Augendiagnose versucht, speziell die Konstitution und Disposition zu erfassen. Die Puls- und Zungendiagnostik sowie die Harnbeschau sind die Methoden zur Erfassung der aktuellen Säfte-Situation. Die min­destens fünf menschlichen Sinne werden dabei als Ergänzung zur Befragung eingesetzt, um Krankheitserscheinungen zu definieren. Die Befragung des Erkrankten bezieht sich auf körperliche, psychische, geistige, mentale, soziale und individuelle Eigenheiten.

TEM Therapieverfahren
Begründet durch die Diagnose, wendet man die natürlichen Heilkräfte in Form von Licht, Luft, Wasser, Wärme, Kälte, Bewegung, Er­nährung, Pflanzen und Mineralien gemäß den Vorstellungen der alten Krankheitslehre – der Humoralpathologie – an. Der Heilungstrieb setzt auf körperlich-organischer genauso wie auf seelisch-psychischer Ebene an. Dieser Heilungstrieb, diese Selbstheilungskräfte werden therapeutisch angeregt. Die Heilungswirkung ist messbar, die Heilprinzipien kaum.

Ableitung auf die Haut
Diese gehört zu den klassischen TEM Verfahren und versucht, etwas aus dem Körper herauszuleiten – das Übel auszuleeren. Prägnant hat das Paracelsus so ausgedrückt: „Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe ausleeren und wo sie das nicht selbst fertig bringt, dort mache ein Loch und lasse die schädlichen Stoffe heraus.” Diese schädlichen Stoffe waren ursprünglich geistige Stoffe, Geister und Dämonen. Auch in der Chinesischen Medizin waren es gasförmige, leicht flüchtige Krankheitsstoffe. Später in der Humoralpathologie waren es selbstverständlich gestörte Säfte, die gestaut waren und ausgeleitet werden sollten. So regte man die Haut zur Ausscheidung seröser, lymphatischer oder eitriger Flüssigkeiten an. Man versuchte, mit Hautreizmitteln auch auf entfernte Organe einzuwirken – humoralpathologisch ausgedrückt, hat man schlechte Säfte und stocken­des Blut aus inneren Organen ableiten können.

Über Jahrtausende gewachsenes Heilsystem
TEM zielt auf Wohlbefinden und Unversehrtheit der Person ab. Sie bezieht gesundes Funktio­nieren und Verhalten gegenüber der Umwelt mit ein. Das höchste Ziel dabei bleibt, die physio­logische Anpassungsfähigkeit an die üblichen und auch an die belastenden Umweltreize zu gewährleisten. TEM ist ein empirisch gewach­senes Heilsystem, das seit der griechischen Antike eine historische Kontinuität bis in das 19. Jahrhundert hatte. Die dokumentierten Quellen ab 2500 vor Chr. belegen die
Humoralpathologie des ägyptisch-griechi­schen Altertums – insbesondere Hippokrates hat sie zusammengefasst.

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