Schokolade

Gesund oder sündig?

SchokoladeSchokolade ist ein kakaohaltiges Lebens- und Genussmittel und kommt heutzutage in einer unübersehbaren Qualitäts-, Formen- und Sortenvielfalt in den Handel mit fast jeder erdenklichen Zutat und Füllung. Jedoch lassen sich die verschiedenen Sorten auf drei unterschiedliche Schokoladensorten reduzieren, wobei die Bitterschokolade unserer Gesundheit zuliebe zu bevorzugen wäre.

Bitterschokolade
Dunkle Schokolade gilt als die reinste und beste, wenn sie gut gemacht ist. Was zählt, ist die gesamte Kakaomasse: Mindestens 30% bei Haushaltschokolade, ab 35% ist es schlicht Schokolade, ab 43% Zartbitter-, ab 50% Halbbitter- und ab 60% Bitter- oder Herrenschokolade. Hier geht die Skala von 70 über 80 bis zu 99 und 100% – das ist dann reine Kakaomasse. Durch den höheren Kakaoanteil schmeckt Bitterschokolade intensiver, herber und weniger süß als Milchschokolade und ist besonders in Belgien und Frankreich beliebt.

Milchschokolade
Zur Herstellung von Milchschokolade (auch Alpenmilch- oder Vollmilchschokolade ge­nannt) werden der Schokolade Milch oder Milchprodukte zugemischt. Haushalts- Milch­schoklade heißt sie ab 20% Kakaomasse, ab 25% Milchschokolade, ab 30% Vollmilch­schokolade.  Milchschokolade schmeckt allgemein cremiger, süßer und weniger herb als Bitterschokolade. Milchschokolade ist hitzeempfindlicher und auch nicht so lange haltbar.

Weiße Schokolade
In der weißen Schokolade sind keine Kakaobestandteile enthalten. Sie wird aus Kakaobutter hergestellt, dem man Zucker und Milch beimischt.

Kuvertüre
Das ist Schokolade zum Verarbeiten, der mehr Kakaobutter zugesetzt wurde, damit sie geschmeidiger zu handhaben ist und erkalteten Cremes oder Glasuren einen guten Stand gibt. Hier reicht das Spektrum von billiger Koch­schokolade bis zu feinsten belgischen Produkten für die Sterneküche. Kuvertüre gibt es ebenfalls in Dunkel, Hell und Weiß.

Schokolade macht glücklich und hilft unserer Gesundheit
Schokoladenliebhaber wussten es schon immer und jetzt bestätigt es auch die Wissenschaft. Endlich kann man sich ohne schlechtes Gewissen ganz dem Schokoladenrausch hingeben? Jedoch gilt diese Tatsache nur für Liebhaber der Bitterschokolade. Der Kakao in der Bitterschokolade enthält sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Und je mehr Kakao desto bes­ser, denn laut neuesten Forschungen soll der Verzehr von Bitterschokolade auf­grund des hohen Gehalts von Antioxidantien das Herzkreislaufsystem schützen und mög­licherweise auch helfen, Krebs vorzubeugen. Antioxidantien sind natürliche Pflanzenstoffe, die eine Rolle bei der Unterstützung des körpereigenen, natürlichen Zellschutzes spielen. Sie können zum Schutz gegen Oxidation bei­tragen. Dunkle Schokolade enthält deutlich höhere Konzentrationen des schützenden Flavonoids Epicatechin und anderer Antioxidantien als Milchschokolade.

Dunkle Schokolade schützt uns vor gesundheitsschädlichen freien Radikalen im Körper – aber nur solange keine Milch dabei ist. Denn diese verhindert, dass die in der Schokolade enthaltenen Schutzstoffe ins Blut gelangen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Milch in der Schokolade steckt oder zusätzlich konsumiert wird. Beim Genuss der Milchschokolade gibt es praktisch keinen Einfluss auf die körpereigenen Antioxidantien. Auch ein Glas Milch verhindert den positiven Effekt der Bitterschokolade, wenn es gleichzeitig getrunken wird. Natürlich ist Schokolade aber nicht der Hauptlieferant für die lebenswichigen Antioxidantien. So stecken diese auch z.B. hauptsächlich in Obst und Gemüse. Doch es tut gut, zu wissen, dass auch der süße Genuss mit einem kleinen Gesundheitsplus verbunden ist.

Schokolade macht glücklich
Schokolade hebt die Stimmung. Wie mo­derne Forschungsergebnisse zeigen, hat die Nascherei weitere positive Seiten. Im Gehirn wirken folgende Bestandteile der Schokolade:

  • Theobromin und Koffein
  • Anadamid und Phenylethylamin

Etwa ein bis zwei Prozent des Kakaos machen dabei Theobromin und Koffein aus. Beide Stoffe bewirken eine Stimulation des zentralen Nervensystems, fördern die geistige Leistungsfähigkeit und vermindern die Müdigkeit. Koffein kann in zu hohen Dosen zu nervösen Unruhezuständen und Schlafstörungen führen. Im Vergleich zu Kaffee und Tee ist Kakao aber eher harmlos. Eine Tasse enthält höchstens ein Viertel der Koffein- bzw. Theobrominmenge.

Die Stoffe Anadamid und Phenylethylamin befinden sich zum Beispiel auch in Haschisch und Morphium und steigern unser Glücks- und Lustempfinden. Die in Schokolade gefundenen Mengen sind allerdings so gering, dass keinerlei Suchtgefahr besteht. Die Schokoladenfette setzen im Gehirn Endorphine frei, die die Schmerzempfindung dämpfen und die Stimmung steigen lassen. Zucker wiederum erhöht die Tryptophankonzentration.

Die richtige Menge macht’s
Aber auch bei Schokolade gilt: Die Dosis ist ent­scheidend. Eine Tafel Milchschokolade schlägt mit 550 Kalorien zu Buche und ist also eine Kalorienbombe, die nicht auf einmal verzehrt werden sollte. Die positiven Effekte werden sonst durch das schlechte Gewissen oder die Gewichtszunahme schnell zunichte gemacht. Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Lebens­mittel. Wer sich also grundsätzlich gesund ernährt, braucht auf Schokolade nicht zu verzichten. Wichtig ist, die Menge im Auge und so die gute Figur zu behalten.

Rezeptidee:
Kirsch-Schokokuchen (für 20 Portionen)
•   Zubereitungszeit
Ca. 20 Minuten

•   Inhaltsstoffe pro Portion
Ca. 110 kcal, Fett 2,8g, Eiweiß 2,4g, Kohlenhydrate 18,5g, Broteinheiten: 1,5

•   Zutaten
500g Süßkirschen (aus dem Glas, ungezuckert), 2 Eier, Gewichtsklasse M, 90g Buchweizenmehl, 60g Weizenmehl, 1 TL Backpulver,100g geriebene Bitterschokolade, 125g Zucker, 1 gehäufter EL Kakaopulver, 1 TL Zimt, 150g Joghurt, 1,5% Fett

•   Zubereitung
Die Kirschen waschen und abtropfen lassen, entsteinen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und das Backblech mit Backpapier belegen. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Die Mehle mit dem Backpulver mi­schen. Das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Bitterschokolade, das Kakaopulver, die Mehl-Backpulvermi­schung, den Zimt und das Joghurt zugeben. Den Eischnee vollständig darunter heben. Den Teig gleichmäßig auf dem Backpapier verstrei­chen und die Kirschen auf den Teig verteilen. Den Kuchen ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen, dann herausnehmen und auskühlen lassen. Vor dem Servieren in Rauten schneiden. Bestäuben Sie den ausgekühlten Kuchen noch mit ein wenig Staubzucker.

Guten Appetit!

Mag. Monika Masik
Ernährungsberatung
www.vitak.at

Hier können Sie die komplette Ausgabe anfordern …

Zurück zur Übersicht …

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>