Der „So schmeckt NÖ-Alpenroller“

AlpenrollerMit heimischen Fischen gesund und umweltfreundlich in die Fastenzeit 

Rollmops, Krabbencocktail oder Fischsalat: Beim traditionellen Heringsschmaus wird noch einmal in vollen Zügen genossen, bevor es in der Fastenzeit etwas weniger lukullisch wird. Der Rollmops ist vielleicht der bekannteste Fisch beim Faschings-Kehraus, doch ist er auch die beste und klimafreundlichste? Die Energie- und Umweltagentur NÖ hat einen heimischen Fisch-Snack kreiert: Der NÖ Alpenroller ist klimafreundlich und gesund!

Der Original-Rollmops besteht aus einem Heringslappen, der mit Gurke und Zwiebel gefüllt, gerollt und in einer Marinade aus Zwiebel, Essig und Salz eingelegt wird. Gegessen wird er meist nicht mit Besteck, sondern einfach im Ganzen. Er soll Anfang des 19. Jahrhunderts in Berlin entstanden sein und galt als typischer Snack in norddeutschen Seefahrerkneipen, besonders geeignet für den schnellen Hunger zwischendurch oder als Katerfrühstück. Heutzutage ist der Rollmops hierzulande genauso beliebt wie in den norddeutschen Küstengebieten. Dabei gäbe es durchaus regionale Alternativen. NÖ Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Österreich ist gesegnet mit vielen Seen und in diesen tummeln sich zahlreiche Fische, die als schmackhafte Speisefische die Küche bereichern können. Die Teichwirtschaft hat in Niederösterreich eine lange Tradition, Haltungs- und Fangmethoden entsprechen hohen Umwelt- und Gesundheitsstandards. Süßwasserfische wie Forelle, Karpfen, Zander oder der Saibling ‚Alpenlachs‘ sind eine hervorragende Alternative zu den bedrohten Meeresfischen!“

Es muss nicht immer Hering sein – der Alpenroller schmeckt genauso fein!

Die Heringsbestände in der Ost- und Nordsee haben sich in den letzten Jahren zwar wieder erholt, doch das Problem der überfischten Weltmeere bleibt. Petra Nemec, Ernährungsexpertin von der NÖ Energie- und Umweltagentur: „Gesund und umweltfreundlich sind Süßwasserfische aus der Region. Höchste Qualität bieten Biofische. Diese werden nur in naturnahen Erdteichen gehalten und die Besatzzahl ist geringer, sodass sich Krankheiten nicht so schnell ausbreiten können. Auch das pflanzliche Futter muss aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen. Derzeit gibt es in Österreich 25 Bio-Karpfen-Zuchtbetriebe und 11 Bio-Forellen-Betriebe.“ Im Rahmen der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ wurde nun die regionale Alternative zum Rollmops kreiert: Der NÖ Alpenroller!

Alpenroller – Forelle für den Heringsschmaus

Zutaten: 4 entgrätete Forellenfilets mit Haut (à 250 g), Salz, Dill, Zitronensaft, etwas Sonnenblumenöl, 1 TL Butter, 1/ 8 l Weißwein

für die Fülle: 1 Zwiebel, 2-3 Essiggurkerl, 1-2 Karotten

Zubereitung: Forellenfilets zwischen zwei Plastikfolien flach drücken, mit Salz, gehackter Dille und Zitronensaft würzen. Zwiebel, geschälte Karotten und Gurkerl in Streifen schneiden. Zwiebel und Karotten in wenig Sonnenblumenöl anschwitzen. Forellenfilets mit Gemüsestiften belegen, mithilfe der Folie straff einrollen und mit Zahnstocher fixieren. Im Backrohr bei 200°C in einer Auflaufform mit Butter und Weißwein ca. 5 Minuten garen. Herausnehmen und in ein Gefäß einschichten. Wasser und Weinessig mit den Gewürzen kurz aufkochen lassen und die gerollten Forellenfilets mit dem heißen Sud übergießen, sodass sie vollständig bedeckt ist. Die Alpenroller mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Die Filets halten sich gekühlt mehrere Tage.

Tipp: Dazu passen Brot und Gebäck, aber auch Salzerdäpfel

Übrigens: Der Alpenroller ist auch ein gutes Katerfrühstück! Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe, dies führt zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen. Salzige und mineralreiche Produkte wie der marinierte Fisch helfen, den Elektrolythaushalt wieder einzurenken. Um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, ist auch wichtig viel zu trinken: Mineralwasser oder frisches Leitungswasser, gespritzte Obstsäfte oder ungesüßten Tee. Ein Spaziergang an der frischen Luft tut sein Übriges. Der beste Garant gegen einen Kater ist aber nach wie vor der maßvolle Umgang mit Alkohol…

Mehr Informationen zur klimafreundlichen regionalen, saisonalen Ernährung erhalten Sie bei der Energie und Umweltagentur NÖ:

Grenzgasse 10, 3100 St. Pölten, Tel. 02742 219 19
Und auf der Website von „So schmeckt NÖ“: www.soschmecktnoe.at

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